­
Ratgeber 2: Antrag auf Höherstufung der Pflegeleistung2018-10-08T10:47:36+00:00

Antrag auf Höherstufung des Pflegegrades (kostenloses PDF)

Wenn Sie bereits einen Pflegegrad beziehen, haben Sie jederzeit die Möglichkeit, einen Antrag auf Höherstufung des Pflegegrades zu stellen. Nutzen Sie dazu einfach den unten stehenden kostenlosen formlosen Musterantrag. Wir erläutern Ihnen alles, was Sie rund um das Thema Pflegegrad Höherstufung wissen sollten.

Die Anforderungen an die Pflege können sich im Laufe der Zeit ändern. Pflegeaufwand und Pflegebedürftigkeit erhöhen sich beispielsweise durch eine Verschlechterung der Krankheit. In diesem Falle kann eine Höherstufung des Pflegegrades ratsam sein.

Grundsätzliches zur Höherstufung des Pflegegrades

  • Gesetzlich festgelegt dürfen Sie alle sechs Monate eine Höherstufung oder Überprüfung der Pflegesituation beantragen.
  • Bei rapider Verschlechterung des Gesundheitszustands kann der Antrag jederzeit gestellt werden.
  • In Sonderfällen (rapide Veränderung des Gesundheitszustands, Heimaufenthalte und Wechsel des Pflegepersonals) kann eine Überprüfung der Pflegeumstände auch von Seiten der Pflegekasse gestellt werden. Dabei handelt es sich um die sogenannte Wiederbegutachtung.
  • Der Antrag zur Höherstufung des Pflegegrades ist unabhängig davon, welche Erhöhung sie anstreben (auf Pflegegrad 2, 3, 4 oder 5).

Auf Anfrage erhalten Sie den Antrag für Ihre Höherstufung der Pflegeleistungen postalisch oder als Download von der Website Ihrer jeweiligen Pflegekasse. Zu beachten ist hierbei, dass sich die Anträge der einzelnen Krankenkassen stark voneinander unterscheiden. Wir von Dr. Weigl & Partner haben Ihnen ein generell gültiges und vereinfachtes Antragsformular aus den Varianten der verschiedenen Kassen, AOK, AOK Plus, Barmer, DAK, IKK, KKH,  Techniker Krankenkasse (TK) und VIACTIV, erstellt.

Hinweis: Beachten Sie Ihre Möglichkeit, nach sechs Monaten eine Neubegutachtung einzufordern. Oftmals kann sich der Pflegeaufwand – und somit der benötigte Pflegegrad – erhöhen.

Gerne helfen wir Ihnen bei der Antragsstellung oder begleiten Sie mit unseren Pflegeexperten durch den Prozess einer Höherstufung der Pflegeleistungen.

Kostenlose Beratung zur Höherstufung – kontaktieren Sie uns.

Unsere Pflegeexperten haben bereits unzählige Pflegegrad Einstufungen und Widerspruchsverfahren erfolgreich begleitet. Sie haben langjährige Erfahrung und bilden sich fortlaufend weiter.

Noch wichtiger: wir stehen an Ihrer Seite, wenn es darauf ankommt.

Antrag auf Höherstufung der Pflegeleistungen

Mit unserem vereinfachten Antrag können Sie Ihre Pflegekasse kontaktieren. Gerne unterstützen wir Sie nach dem Download bei der korrekten Ausfüllung.

Wir respektieren Ihre Privatsphäre und versichern Ihnen, dass Ihre Daten nicht verkauft oder an Drittparteien weitergegeben werden.

Ausfüllen des Antrags auf Höherstufung der Pflegeleistungen

Sie beziehen einen Pflegegrad (früher Pflegestufe), dessen Geldleistungen für Ihre Pflege nicht mehr ausreichen? Durch den Antrag ebnen Sie den Weg für eine erneute Begutachtung und die Möglichkeit auf angemessene Bezüge.

Im Gegensatz zum Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung fallen Höherstufungsanträge weniger umfangreich aus. Diese lassen sich in fünf Abschnitte unterteilen:

  • Personalien,
  • bevollmächtigter Angehöriger oder Person,
  • Höherstufungsgrund,
  • Begutachtungstermin,
  • MDK-Gutachten und Unterschrift.

Nachfolgend werden sämtliche Abschnitte erklärt und zusammengefasst, sodass Sie die Höherstufung Ihres Pflegegrades erfolgreich beantragen können.

1. Personalien Pflegebedürftiger

Zu Beginn gilt es, Ihre jeweilige Pflegeversicherung als Adressaten und sich selbst als Absender einzutragen.

2. Bevollmächtigte Person

  • Nachfolgend können Sie Ihre zuständige Pflegeperson bzw. Vertrauten eintragen, um Kommunikation und Datenaustausch mit den Krankenkassen zu beschleunigen.
  • Sollte sich die Vertrauensperson gegenüber dem Pflegegradantrag (früher Pflegestufenantrag) verändert haben, fügen Sie bitte entsprechende Nachweisdokumente hinzu.

3. Höherstufungsgrund

  • Da Sie Ihre Pflegeleistungen (Pflegegeld, Pflegehilfsmittel, Verhinderungspflege etc.) höherstufen lassen wollen, kreuzen Sie den Reiter an.
  • Unser Formular bietet Ihnen die Möglichkeit, mit wenigen Worten zu beschreiben, warum sich Ihre jetzige Pflegesituation verschlechtert hat. Auf diesem Wege vermitteln Sie dem Sachbearbeiter der Krankenkasse einen ersten Einblick über Ihren erhöhten Pflegebedarf.

Hinweis: 20% aller Pflegebedürftigen haben einen zu niedrigen Pflegegrad (früher Pflegestufe). Dennoch werden etwa 60% aller Anträge auf Höherstufung von den Kassen abgelehnt.

4. Begutachtungstermin (mit anwesendem Pflegegutachter)

  • Um eine Höherstufung zu erreichen, steht eine weitere Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) aus.
  • Ihrer kurzen Begründung folgen die wichtigen Angaben zur Terminfindung.
  • Füllen Sie die Ihnen unmöglichen Tage gewissenhaft aus. Jedoch kann nicht garantiert werden, dass der MDK Ihre Termineinschränkungen immer berücksichtigt.

5. MDK-Gutachten und Unterschrift

  • Sie können von Ihrer Pflegeversicherung das vorherige Gutachten des Antrags auf Pflegeleistungen anfordern. Nutzen Sie dieses, um Unterschiede zu Ihrer jetzigen Situation zu verdeutlichen. Auch verschafft es einem zusätzlichen Pflegeexperten mehr Übersicht.
  • Abschließend unterschreiben Sie oder Ihre Bevollmächtige Person den Höherstufungsantrag und übersenden diesen an Ihre Pflegeversicherung.

Im folgenden finden Sie eine Übersicht zu den Postanschriften der relevantesten gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland. So kann Ihr Antrag direkt nach der Ausfüllung in das richtige Postzentrum Ihrer jeweiligen Pflegekasse übersandt werden:

Baden-Württemberg

AOK Baden-Württemberg

Presselstraße 19, 70191 Stuttgart

Bayern AOK Bayern

Carl-Wery-Straße 28, 81739 München

Bremen AOK Bremen/Bremerhaven

Bürgermeister-Smidt-Straße 95, 28195 Bremen

Hessen AOK – Die Gesundheitskasse in Hessen

Basler Straße 2, 61352 Bad Homburg

Niedersachsen AOK – Die Gesundheitskasse für Niedersachsen

Hildesheimer Straße 273, 30519 Hannover

Berlin/Brandenburg, Mecklenburg Vorpommern AOK Nordost

Behlertstraße 33A, 14467 Potsdam

Nordrhein-Westfalen AOK Nordwest

Kopenhagener Straße 1, 44269 Dortmund

Sachsen, Thüringen

AOK PLUS

Postanschrift: 01058 Dresden

Rheinland-Pfalz, Saarland AOK Rheinland-Pfalz/Saarland

Virchowstraße 30, 67304 Eisenberg

Hamburg, Schleswig-Holstein AOK Hamburg

Kasernenstraße 61, 40213 Düsseldorf

Sachsen-Anhalt AOK Sachsen-Anhalt

Lüneburger Straße 4, 39106 Magdeburg

Niedersachsen AOK – Die Gesundheitskasse für Niedersachsen

Hildesheimer Straße 273, 30519 Hannover

Bremen, Hamburg, Mecklenburg- Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein DAK Gesundheit Postzentrum

22788 Hamburg

Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen DAK Gesundheit Postzentrum

22778 Hamburg

Bayern DAK Gesundheit Postzentrum

22776 Hamburg

Baden-Württemberg DAK Gesundheit Postzentrum

22789 Hamburg

Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland DAK Gesundheit Postzentrum

22779 Hamburg

Nordrhein-Westfalen DAK Gesundheit Postzentrum

22777 Hamburg

Postleitzahlbereich
00001 – 46999
BARMER

42266 Wuppertal

Postleitzahlbereich
47000 – 99999
BARMER

73524 Schwäbisch-Gmünd

bundesweit Techniker Krankenkasse

20915 Hamburg

bundesweit KKH Kaufmännische Krankenkasse

30125 Hannover

bundesweit VIACTIV Krankenkasse

Zentraler Posteingang, 45064 Essen

Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Bayern IKK Südwest

Berliner Promenade 1, 66111 Saarbrücken

Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern IKK Nord

Postfach 160235, 19061 Schwerin

Baden-Württemberg, Berlin, Thüringen, Nordrhein-Westfalen IKK classic

Tannenstraße 4b, 01099 Dresden

Im nächsten Schritt wird sich der MDK mit Ihnen in Verbindung setzen, um eine erneute Begutachtung der veränderten Pflegesituation durchzuführen. Im besten Falle erhalten Sie nach einigen Wochen einen höheren Pflegegrad mit verbesserten Pflegeleistungen.

Das Team von Dr. Weigl & Partner steht Ihnen gerne kompetent und tatkräftig zur Seite, damit Sie die maximalen Zulagen für Ihre Pflege durchsetzen können. Nutzen Sie unsere kostenlose und unverbindliche Erstberatung zu allen Pflegethemen. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Kontakt

Sichern Sie sich kostenlos und unverbindlich 30 Minuten Beratung durch einen Experten:

Rufen Sie uns an

0211 – 97 17 77 26

Oder schreiben Sie