Ratgeber 2: Antrag auf Höherstufung der Pflegeleistung 2017-12-01T10:25:41+00:00

Antrag auf Höherstufung des Pflegegrades
(früher Antrag auf Höherstufung der Pflegestufe)

Seit Anfang 2017 (Pflegereform oder Zweites Pflegestärkungsgesetz, kurz PSG II) regeln die fünf Pflegegrade (früher Pflegestufen) die Geldmittel und Pflegeleistungen (Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Kurzzeitpflege, etc.) durch die Krankenkassen. Wenn Sie bereits einen Pflegegrad beziehen, steht Ihnen die Möglichkeit offen, einen Antrag auf Höherstufung der Pflege zu stellen (Antrag Höherstufung Pflegegrad oder vormals Höherstufung Pflegestufe).

Anforderungen an die Pflege ändern sich im Laufe der Zeit oftmals. Krankheiten oder Veränderungen im Umfeld können Pflegeaufwand und Pflegebedürftigkeit erhöhen. In diesem Falle kann eine Höherstufung der Pflegeleistungen ratsam sein.

Antrag auf Höherstufung der Pflegeleistungen

Mit unserem vereinfachten Antrag können Sie Ihre Pflegekasse kontaktieren. Gerne unterstützen wir Sie nach dem Download bei der korrekten Ausfüllung.

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Nutzen Sie unseren kostenlosen und einfachen Maildienst, um die Dr. Weigl & Partner Formulare zu erhalten.
Wir respektieren Ihre Privatsphäre und versichern Ihnen, dass Ihre Daten nicht verkauft oder an Drittparteien weitergegeben werden.

Gesetzlich festgelegt dürfen Sie alle sechs Monate eine Höherstufung oder Überprüfung der Pflegesituation beantragen. Bei rapider Verschlechterung des Gesundheitszustands hingegen, kann der Antrag jederzeit gestellt werden.

Hinweis: In Sonderfällen (rapide Veränderung des Gesundheitszustands, Heimaufenthalte und Wechsel des Pflegepersonals) kann eine Überprüfung der Pflegeumstände von Seiten der Pflegekassen gestellt werden (Wiederbegutachtung).

Den Antrag für Ihre Höherstufung der Pflegeleistungen erhalten Sie auf Anfrage postalisch, oder als Download von der Website Ihrer jeweiligen Pflegekasse. Zu beachten ist hierbei, dass die Anträge der einzelnen Krankenkassen sich stark voneinander unterscheiden. Wir von Dr. Weigl & Partner haben Ihnen ein generell gültiges und vereinfachtes Antragsformular aus den Varianten der AOK, AOK Plus, DAK, Barmer, IKK, Techniker Krankenkasse (TK), KKH, VIACTIV erstellt.

Der Antrag zur Höherstufung des Pflegegrades ist unabhängig davon welche Erhöhung sie anstreben (auf Pflegegrad 2, 3, 4 oder 5). Der veraltete Terminus Antrag auf Höherstufung der Pflegestufe (auf Pflegestufe 1, 2 oder 3) wird nicht mehr verwendet.

Hinweis: Beachten Sie Ihre Möglichkeit, nach sechs Monaten eine Neubegutachtung einzufordern. Oftmals kann sich der Pflegeaufwand – und somit der benötigte Pflegegrad – erhöhen.

Gerne helfen wir Ihnen bei der Antragsstellung oder begleiten Sie mit unseren Pflegeexperten durch den Prozess einer Höherstufung der Pflegeleistungen.

Ausfüllen des Antrags auf Höherstufung der Pflegeleistungen

Sie beziehen einen Pflegegrad (früher Pflegestufe) dessen Geldleistungen für Ihre Pflege nicht mehr ausreichen? Durch den Antrag ebnen Sie den Weg für eine erneute Begutachtung und die Möglichkeit auf angemessene Bezüge.

Im Gegensatz zum Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung fallen Höherstufungsanträge weniger umfangreich aus. Diese lassen sich in fünf Abschnitte unterteilen:

  1. Personalien
  2. Bevollmächtigter Angehöriger oder Person
  3. Höherstufungsgrund
  4. Begutachtungstermin
  5. MDK Gutachten und Unterschrift

Nachfolgend werden sämtliche Abschnitte erklärt und zusammengefasst, so dass Sie Ihre Höherstufung der Pflegeleistungen erfolgreich beantragen können.

1. Personalien Pflegebedürftiger

Zu Beginn gilt es, Ihre jeweilige Pflegeversicherung als Adressaten und sich selbst als Absender einzutragen.

2. Bevollmächtigte Person

Nachfolgend können Sie Ihre zuständige Pflegeperson bzw. Vertrauten eintragen, um Kommunikation und Datenaustausch mit den Krankenkassen zu beschleunigen. Sollte sich die Vertrauensperson gegenüber dem Pflegegradantrag (früher Pflegestufenantrag) verändert haben, fügen Sie bitte Nachweisdokumente hinzu.

3. Höherstufungsgrund

Da Sie Ihre Pflegeleistungen (Pflegegeld, Pflegehilfsmittel, Verhinderungspflege, etc.) höherstufen lassen wollen, kreuzen Sie den Reiter an. Unser Formular bietet Ihnen die Möglichkeit mit wenigen Worten zu beschreiben, warum sich Ihre jetzige Pflegesituation verschlechtert hat. Auf diesem Wege vermitteln Sie dem Sachbearbeiter der Krankenkasse einen ersten Einblick über Ihren erhöhten Pflegebedarf.

Hinweis: 20% aller Pflegebedürftigen haben einen zu niedrigen Pflegegrad (früher Pflegestufe). Dennoch werden etwa 60% aller Anträge auf Höherstufung von den Kassen abgelehnt.

4. Begutachtungstermin (mit anwesendem Pflegegutachter)

Um eine Höherstufung zu erreichen, steht eine weitere Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) aus. So folgen Ihrer kurzen Begründung die wichtigen Angaben zur Terminfindung. Füllen Sie die Ihnen unmöglichen Tage gewissenhaft aus. Jedoch kann nicht garantiert werden, dass der MDK Ihre Termineinschränkungen immer berücksichtigen kann.

5. MDK Gutachten und Unterschrift

Sie können von Ihrer Pflegeversicherung das vorherige Gutachten des Antrags auf Pflegeleistungen anfordern. Nutzen Sie dieses, um Unterschiede zu Ihrer jetzigen Situation zu verdeutlichen, oder, um einem zusätzlichen Pflegeexperten mehr Übersicht zu verschaffen.

Abschließend unterschreiben Sie oder Ihre Bevollmächtige Person den Höherstufungsantrag und übersenden diesen an Ihre Pflegeversicherung.

Im folgenden finden Sie eine Übersicht zu den Postanschriften der relevantesten gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland. So kann Ihr Antrag direkt nach der Ausfüllung in das richtige Postzentrum Ihrer jeweiligen Pflegekasse übersandt werden:

Baden-Württemberg

AOK Baden-Württemberg

Presselstraße 19, 70191 Stuttgart

BayernAOK Bayern

Carl-Wery-Straße 28, 81739 München

BremenAOK Bremen/Bremerhaven

Bürgermeister-Smidt-Straße 95, 28195 Bremen

HessenAOK – Die Gesundheitskasse in Hessen

Basler Straße 2, 61352 Bad Homburg

NiedersachsenAOK – Die Gesundheitskasse für Niedersachsen

Hildesheimer Straße 273, 30519 Hannover

Berlin/Brandenburg,
Mecklenburg Vorpommern
AOK Nordost

Behlertstraße 33A, 14467 Potsdam

Nordrhein-WestfalenAOK Nordwest

Kopenhagener Straße 1, 44269 Dortmund

Sachsen, Thüringen

AOK PLUS

Postanschrift: 01058 Dresden

Rheinland-Pfalz, SaarlandAOK Rheinland-Pfalz/Saarland

Virchowstraße 30, 67304 Eisenberg

Hamburg, Schleswig-HolsteinAOK Hamburg

Kasernenstraße 61, 40213 Düsseldorf

Sachsen-AnhaltAOK Sachsen-Anhalt

Lüneburger Straße 4, 39106 Magdeburg

NiedersachsenAOK – Die Gesundheitskasse für Niedersachsen

Hildesheimer Straße 273, 30519 Hannover

Bremen, Hamburg, Mecklenburg- Vorpommern,
Niedersachsen, Schleswig-Holstein
DAK Gesundheit Postzentrum

22788 Hamburg

Berlin, Brandenburg, Sachsen,
Sachsen-Anhalt, Thüringen
DAK Gesundheit Postzentrum

22778 Hamburg

BayernDAK Gesundheit Postzentrum

22776 Hamburg

Baden-WürttembergDAK Gesundheit Postzentrum

22789 Hamburg

Hessen, Rheinland-Pfalz,
Saarland
DAK Gesundheit Postzentrum

22779 Hamburg

Nordrhein-WestfalenDAK Gesundheit Postzentrum

22777 Hamburg

Postleitzahlbereich
00001 – 46999
BARMER

42266 Wuppertal

Postleitzahlbereich
47000 – 99999
BARMER

73524 Schwäbisch-Gmünd

bundesweitTechniker Krankenkasse

20915 Hamburg

bundesweitKKH Kaufmännische Krankenkasse

30125 Hannover

bundesweitVIACTIV Krankenkasse

Zentraler Posteingang, 45064 Essen

Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland,
Bayern
IKK Südwest

Berliner Promenade 1, 66111 Saarbrücken

Niedersachsen, Schleswig-Holstein,
Hamburg, Bremen, Sachsen,
Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern
IKK Nord

Postfach 160235, 19061 Schwerin

Baden-Württemberg, Berlin,
Thüringen, Nordrhein-Westfalen
IKK classic

Tannenstraße 4b, 01099 Dresden

Im nächsten Schritt wird sich der MDK mit Ihnen in Verbindung setzen, um eine erneute Begutachtung der veränderten Pflegesituation durchzuführen. Im besten Falle erhalten Sie nach einigen Wochen einen höheren Pflegegrad mit verbesserten Pflegeleistungen.

Das Dr. Weigl & Partner Team steht Ihnen gerne tatkräftig zur Seite, damit Sie die maximalen Zulagen für Ihre Pflege durchsetzen können. Nutzen Sie unsere kostenlose und unverbindliche Erstberatung zu allen Pflegethemen.

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