­

Im Bereich der Pflege lässt sich nur schwer pauschalisieren, welche Maßnahmen in der Versorgung eines Pflegebedürftigen enthalten sein müssen. Viele Krankheiten und Härtefälle erfordern eine spezialisierte Pflege, die von speziellen Pflegediensten durchgeführt wird.

Welcher Pflegedienst ist für uns der richtige? – Spezielle Pflegedienste

Pflegebedarf kann auf verschiedenen Wegen und aus unterschiedlichen Gründen entstehen. Typischerweise denken die meisten Menschen beim Begriff der Pflege an die Pflege im Alter, die notwendig wird, weil ein älterer Mensch seinen Alltag nicht mehr ohne Hilfe bewältigen kann. Auch Krankheiten können dafür verantwortlich sein, dass mehr und mehr Unterstützung benötigt wird, um beispielsweise die tägliche Körperhygiene durchzuführen, Essen zuzubereiten und zu sich zu nehmen oder den Lebensmitteleinkauf zu bewältigen.

Doch der Pflegebedarf muss nicht zwingend mit dem Altern zusammenhängen: Auch Kinder können pflegebedürftig sein, wenn sie z. B. mit einer unheilbaren Krankheit oder einer körperlichen bzw. geistigen Behinderung auf die Welt kommen. Damit Pflegebedürftige jeden Alters nicht in einer stationären Einrichtung leben müssen, sondern weiterhin zuhause wohnen und dort versorgt werden können, muss jedoch eine Pflege gewährleistet sein, die den individuellen Bedürfnissen gerecht wird. Für Familienangehörige ist dies, insbesondere bei schweren Erkrankungen und Härtefällen, aber eine große Belastung.

Für Entlastung und eine gesicherte Pflegequalität sorgt in diesem Fall ein ambulanter Pflegedienst. Bevor Sie jedoch einen solchen beauftragen, sollten Sie genau wissen, welche Anforderungen die Pflegedienstmitarbeiter erfüllen müssen – denn nicht jeder Pflegedienst beschäftigt Fachkräfte für spezielle Pflegeformen wie die Beatmungspflege, die Palliativpflege, die Kinderpflege oder die Demenzpflege.

Warum der richtige Pflegedienst wichtig für eine optimale Versorgung ist

Um eine Pflege für einen pflegebedürftigen Angehörigen zu gewährleisten, die seiner Erkrankung und seinen besonderen Bedürfnissen entspricht und gerecht wird, ist eine Abklärung, welche Pflegemaßnahmen täglich oder regelmäßig benötigt werden und wie umfangreich die Pflege sein sollte, wichtig.

Demenzkranke, Kinder oder Patienten, die beatmet werden, stellen jeweils sehr unterschiedliche Anforderungen an die Pflege und Betreuung. Durchgeführt wird eine angepasste Pflege von speziellen Pflegediensten, die ihre Versorgung auf die jeweilige Pflegesituation spezialisiert haben.

Damit der Pflegebedürftige von Anfang an qualitativ hochwertig und auf seine Erkrankung zugeschnitten betreut werden kann, ist es wichtig, bei der Auswahl eines Pflegedienstes klar zu selektieren und auf Beratungsmöglichkeiten zurückzugreifen. Einen ersten Eindruck über das Angebot vor Ort vermittelt bereits ein Blick ins Internet – die meisten Pflegedienste präsentieren sich und ihre Dienstleistungen auf übersichtlichen Webseiten, denen Sie auch und insbesondere Informationen über spezielle Dienstleistungen entnehmen können.

Je spezieller die Anforderungen an die Pflege sind, desto intensiver sollte bereits im Vorfeld die Recherche ausfallen. Auch ein persönliches Beratungsgespräch bei verschiedenen Pflegediensten oder einem Pflegestützpunkt kann Ihnen dabei helfen zu entscheiden, bei welchem Pflegedienst Ihr pflegebedürftiger Angehöriger eine optimale Versorgung erhält.

Im persönlichen Gespräch, das im besten Fall bei Ihnen bzw. dem Pflegebedürftigen zuhause stattfindet, kann der Pflegedienst sich ein Bild von den örtlichen Gegebenheiten machen und weitere Informationen über die benötigte Pflege bereitstellen. So müssen für spezielle Pflegeformen beispielsweise Umbauten vorgenommen oder technisches Gerät angeschafft werden, um eine optimale Versorgung mithilfe des Pflegedienstes erst zu ermöglichen.

Besondere Anforderungen im Pflegealltag

Die Versorgung eines Pflegebedürftigen kann sehr unterschiedlich ausfallen. Während einige Pflegebedürftige einen recht geringen Pflegebedarf haben und z. B. nur bei der Körperpflege am Morgen Unterstützung benötigen, müssen andere mehrmals am Tag versorgt, umgelagert und betreut werden.

Darüber hinaus gibt es jedoch weitere Fälle, die eine besonders intensive Betreuung erfordern. Sogenannte „besondere Anforderungen an die Pflege“ entstehen beispielsweise, wenn ein Pflegebedürftiger beatmet oder palliativ betreut werden muss. Auch die Pflege von Kindern oder Demenz- bzw. Alzheimerpatienten erfordert ein besonderes Maß an Pflege sowie eine entsprechende Qualifikation der Pflegekräfte.

Was ist Beatmungspflege?

Ist ein Pflegebedürftiger auf ein Beatmungsgerät angewiesen, spricht man von einer sogenannten Beatmungspflege. Dieser Bedarf kann dauerhaft, aber auch zeitweise vorhanden sein, also beispielsweise nur während der Nacht oder nur in ruhender Position. Mithilfe der Beatmungspflege, die von professionellen Pflegekräften durchgeführt wird, kann der Pflegebedürftige trotz einer Erkrankung weiterhin in den eigenen vier Wänden leben.

Wie aufwendig sich die Pflege gestaltet, hängt von dem jeweiligen Krankheitsbild ab. Welche Form der Beatmung notwendig ist und wie das Beatmungsgerät eingestellt und betreut werden muss, wird durch den behandelnden Haus- oder Facharzt festgelegt. Dieser spricht auch eine Empfehlung aus, ob es ausreicht, wenn ein spezialisierter Pflegedienst ein- oder mehrmals am Tag die Geräte kontrolliert oder ob eine 24-Stunden-Betreuung angeraten ist. Es obliegt dann dem betreuenden Pflegedienst, für die hygienische Sauberkeit und Funktionstüchtigkeit der Geräte zu sorgen. Wenn sich der Gesundheitszustand des Patienten verändern sollte, stellen die Pflegekräfte in Absprache mit dem behandelnden Arzt die Geräte entsprechend neu ein.

Was ist Palliativ-Pflege?

Die Palliativ-Pflege ist auf Menschen ausgerichtet, die an schweren Krankheiten leiden und kurz vor dem Tod stehen. Um ihnen die letzten Wochen oder Monate des Lebens so erträglich wie möglich zu machen, setzt die Palliativmedizin Medikamente und Pflegemaßnahmen ein, die Symptome lindern und Schmerzen reduzieren. Ausgerichtet ist sie jedoch nicht ausschließlich auf den Patienten, sondern auch auf dessen Angehörige – diesen fällt der Umgang mit dem bevorstehenden Verlust oft am schwersten. Für Patienten und Angehörige umfasst die Palliativ-Pflege daher auch eine psychologische Unterstützung, die über den Zeitpunkt des Todes hinausgehen kann und sich an den Bedürfnissen des Patienten und der Angehörigen orientiert.

Ziel der Palliativ-Pflege ist, neben der medizinischen Versorgung der Krankheitssymptome und Schmerzen, eine ganzheitliche Betreuung aller Betroffenen. In diesem Sinne spielt Aufklärung eine besonders wichtige Rolle: Die Angehörigen werden sozusagen in den Sterbeprozess integriert. In den meisten Fällen erfolgt die Palliativ-Pflege in einem Hospiz, wo es weniger darum geht, einem Patienten mehr Lebenszeit zu schenken, sondern mehr darum, die verbleibende Zeit so angenehm wie möglich zu gestalten. Die Palliativ-Pflege kann jedoch auch im häuslichen Umfeld stattfinden und wird dann von spezialisierten Pflegediensten durchgeführt.

Welche Leistungen erbringt ein spezialisierter Pflegedienst?

Die genauen Leistungen, die ein spezialisierter Pflegedienst erbringt, richten sich stark nach der Form der Pflege sowie dem jeweiligen Krankheitsbild. So stellen die Pflegedienstmitarbeiter beispielsweise bei einem Patienten der Beatmungspflege sicher, dass das Beatmungsgerät richtig eingestellt ist, halten es hygienisch sauber und leiten den Pflegebedürftigen und dessen Angehörigen an, wie das Gerät zu bedienen ist, wenn einmal keine Pflegefachkraft vor Ort ist. Darüber hinaus gewährleistet der Pflegedienst natürlich, dass auch grundlegende Pflegemaßnahmen durchgeführt werden: Die tägliche Körperpflege, die Mobilität und die Ernährung werden in diesem Bereich der Pflege ebenso groß geschrieben wie in jeder anderen Pflegeform.

Auch bei der Pflege von Demenzkranken oder Kindern ist diese pflegerische Grundversorgung erfüllt. Darüber hinaus unterscheiden sich die Pflegemaßnahmen jedoch von der Beatmungspflege. Bei Demenz- und Alzheimerpatienten spielt beispielsweise die „aktivierende Pflege“ eine wichtige Rolle. Dabei geht es darum, alltägliche Handlungen und Abläufe einzuüben, Gedächtnisübungen zu trainieren oder Erinnerungen wieder aufleben zu lassen. Und auch kranke oder behinderte Kinder erfahren eine spezielle Form der Pflege, die neben der medizinischen und pflegefachlichen Betreuung auch erzieherische Aspekte berücksichtigt. Indem die Kinder in bestimmte Tätigkeiten einbezogen werden, entwickeln sie Fähigkeiten und erweitern ihr Weltbild.

2018-12-04T13:38:29+00:00
Kontakt

Sichern Sie sich kostenlos und unverbindlich 30 Minuten Beratung durch einen Experten:

Rufen Sie uns an

0211 – 97 17 77 26

Oder schreiben Sie