Worauf Sie achten müssen, wenn Sie Ihre Wohnung behindertengerecht umbauen

Ob durch fortschreitendes Alter oder unerwartete Unfälle – es gibt vielfältige Anlässe für einen bauliche Anpassung der Wohnumgebung. Erfahren Sie hier, worauf Sie achten müssen, wenn Sie Ihre Wohnung behindertengerecht umbauen. Informieren Sie sich ferner, wie Sie durch einen Pflegegrad entsprechende Pflegeleistungen und Zuschüsse für ihren Umbau erhalten können.

Behindertengerecht umbauen – Altersspezifische Gründe

Die Anpassung einer Wohnumgebung, ob diese vorhersehbar ist oder nicht, ist eine Herausforderung, der sich viele Betroffene erst einmal nicht gewachsen fühlen. Jedoch gibt es oft keine Alternative. Die Umbauten müssen vorgenommen werden, damit man selbst oder ein Angehöriger seinen Alltag weitestgehend ohne fremde Hilfe bestreiten kann. Gerade im Alter kommt es vor, dass viele Dinge auf einmal deutlich schwerer fallen und kleinste Hindernisse zu unüberwindbaren Barrieren werden. Das fängt schon damit an, morgens aus dem Bett zu steigen. Manchmal fehlt einfach die Kraft, sich eigenständig aufzurichten. Dies wird ein weitaus größeres Problem, wenn man sich durch körperliche Einschränkungen, die durch Krankheiten oder Unfälle entstehen, in seiner Bewegungsfreiheit behindert ist.

Auch wenn es um die Körperpflege Pflegebedürftiger geht, kann einem der Körper einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen. Die Badewannenkante ist auf einmal zu hoch um darüberzusteigen. Auch glatte Oberflächen können nicht nur zum Hindernis werden, sondern zu schweren Unfällen führen. Gerade in Verbindung mit Nässe sind Duschen und Badewannen sehr glatt und die Rutschgefahr und Fallgefahr außerordentlich hoch. Das kennt jeder von uns aus seinem persönlichen Alltag, die Verletzungen, die sich ein älterer Mensch zuziehen kann sind jedoch deutlich schwerwiegender und können ernsthafte Konsequenzen haben.

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Behindertengerecht umbauen – Barrieren abbauen, Inklusion fördern

Ein behindertengerechter Umbau soll Menschen mit körperlichen Einschränkungen die Nutzung von Wohnbereichen oder auch öffentlichen Gebäuden erleichtern. Dies gilt für Senioren, Menschen mit Behinderungen und anderweitig pflegebedürftigen Personen. Der Abbau von Barrieren kann mithilfe von kleineren und größeren Umbaumaßnahmen erfolgen.

Welche Umbaumaßnahmen sinnvoll sind, wenn Sie Ihre Wohnumgebung behindertengerecht umbauen

Die Umbaumaßnahmen können verschiedene Ausmaße annehmen. Sie sollten sich ganz danach richten, in welchem Umfang eine Person ihren eigenen Alltag selbstständig bestreiten kann. In vielen Fällen reicht es aus, ein paar kleine Veränderungen durchzuführen. So können zum Beispiel Möglichkeiten geschaffen werden, sich beim Einsteigen und Aussteigen aus der Badewanne an Haltegriffen festzuhalten und durch rutschfeste Matten das Fallrisiko zu verringern. Wenn die Nutzung eines Rollstuhls erforderlich ist und das Bewegen des unteren Körperbereiches nicht mehr möglich oder stark eingeschränkt ist, bietet sich die Montage von Haltegriffen an den Seiten der Toilette sowie das Installieren einer barrierefreien Dusche an. Diese Maßnahmen sorgen dafür, dass man seinen täglichen Bedürfnissen und auch der Körperpflege ohne fremde Hilfe nachgehen kann. Auch das Bereitstellen eines Bettes, bei dem die Rückenlehne durch eine Fernbedienung oder einen Knopf an der Seite in der Höhe verstellt werden kann, kann vielen älteren Menschen das selbstständige Verlassen des Bettes erleichtern. Nicht nur für den Erhalt der Selbstständigkeit sind diese Maßnahmen hilfreich. Auch wenn der Pflegebedürftige durch einen entsprechend geschulten Angehörigen oder eine ambulante Pflegekraft versorgt wird, kann ein solches Bett zum Beispiel die Verabreichung von Nahrung und Medikamenten für den Pflegenden sowie den Pflegebedürftigen leichter und angenehmer machen. Einige dieser Veränderungen sind in einem Eigenheim oder Eigentumswohnung, wo man die Gestaltung des Wohnbereiches selbst bestimmen kann, einfacher umzusetzen. Wenn Sie zur Miete wohnen, müssen diese Veränderungen in jedem Fall mit dem Vermieter abgesprochen werden.

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In manchen Fällen werden jedoch größere Umbaumaßnahmen notwendig sein. Wenn sich der Pflegebedürftige zum Beispiel im Rollstuhl befindet sieht die Sache ein wenig komplizierter aus. Zum einen muss der Zugang zur Wohnung barrierefrei sein. Wenn sich die Wohnung im oberen Stockwerk eines Mehrfamilienhauses befindet, in dem kein Fahrstuhl vorhanden ist, sollte in jedem Fall ein Treppenlift installiert werden, um den Zugang zur Wohnung zu ermöglichen. Auch das Anbringen von Rampensystemen kann hier sehr viel ausmachen. Eigentümer von Mehrfamilienhäusern können zudem Umbauten nach dem Standard „Altersgerechtes Haus“ vornehmen. Dieser wurde von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) definiert und setzt voraus, dass die Umbauten nach einer DIN Norm vorgenommen werden. Häuser und Wohnbereiche, die nach den Modernisierungsmaßnahmen diesem Standard entsprechen, werden mit einem entsprechenden Zertifikat von der KfW ausgezeichnet.

Welche finanzielle Förderungen Sie von den Pflegekassen und der KfW erhalten können, wenn Sie behindertengerecht umbauen

Bei den Pflegekassen können Fördermittel beantragt werden, wenn Sie Ihre Wohnung behindertengerecht umbauen möchten. Die Voraussetzung für einen finanziellen Zuschuss ist, dass die geplanten Umbauten in der Wohnung die Selbstständigkeit fördern und die Pflege erleichtern. Des Weiteren muss der Antragssteller, beziehungsweise die Person, der diese Umbauten zugutekommen, einen attestierten Pflegegrad haben, um entsprechende finanzielle Pflegeleistungen zu erhalten. Von den Pflegekassen können Sie bis zu 4.000 Euro erhalten, wenn Sie Ihre Wohnumgebung behindertengerecht umbauen. Wenn Sie stand heute über keinen Pflegegrad verfügen, sollten Sie von daher schnellstmöglich einen Pflegegrad beantragen.

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Die Pflegekassen bieten nicht die einzige Finanzierungsmöglichkeit für einen behindertengerechten Umbau. Die KfW vergibt Kredite und Zuschüsse an Privatpersonen und Unternehmen, die Umbauten und Modernisierungsmaßnahmen planen. Voraussetzung ist, dass diese Maßnahmen dem Abbau von Barrieren dienen und Menschen mit körperlichen Einschränkungen mehr Möglichkeiten bieten, ohne fremde Hilfe im Alltag zurechtzukommen. Dies ist auch der Fall, wenn Sie Ihre Wohnung und dazugehörige Außenbereiche behindertengerecht umbauen. Behindertengerecht bedeutet hier, dass keine großen Barrieren die Selbstständigkeit einschränken und die Gefahr, sich Verletzungen zuzuziehen, drastisch limitiert ist. Für kleinere Umbaumaßnahmen können Sie hier bis zu 5.000 Euro erhalten. Wenn die Modernisierungen dem Standard „Altersgerechtes Haus“ Entsprechen, können Sie über den Investitionszuschuss „Altersgerecht Umbauen“ bis zu 6.250 Euro zurückbekommen.

Anträge für diese Fördermittel können direkt über ein Internetportal der KfW eingereicht werden. Die Zusage eines Antrags ist jedoch an einige Auflagen gebunden. Somit dürfen Sie auf keinen Fall bereits mit den Umbauten begonnen oder gar ein Unternehmen beauftragt haben. All dies muss mit der KfW abgestimmt werden und Sie können erst beginnen, wenn alle benötigten Unterlagen bei der KfW, inklusive Kostenvoranschläge verschiedener Unternehmen, die mit den Umbaumaßnahmen betraut werden sollen, bei der KfW eingegangen sind und Sie die Förderzusage erhalten haben.

Professionelle Pflegeberatung von Dr. Weigl und Partner

Der bürokratische Prozess zur Beantragung von Fördermitteln, wenn Sie behindertengerecht umbauen, ist sehr aufwendig und kann eine große Belastung darstellen. Viele Menschen entscheiden sich aus diesen Gründen dagegen, diese Förderungen zu beantragen und lassen sich so viel Geld entgehen. Andere haben Fehler bei der Stellung des Antrags gemacht oder bereits mit der Umsetzung begonnen, bevor die KfW die Zusage für einen Zuschuss gegeben hat. Einen Überblick über den Prozess der Beantragung von Fördermitteln für Umbaumaßnahmen zu erhalten ist schwierig. Viele Antragssteller machen Fehler und wollen den Prozess dadurch beschleunigen, dass sie mit den Umbauten beginnen, ohne jedoch die Förderzusage erhalten zu haben. Das ist strategisch sehr unklug und kann dazu führen, dass der Förderantrag abgelehnt wird.

Damit sie die Chance auf Förderung nicht verspielen, entwickeln unsere erfahrenen Mitarbeiter von Dr. Weigl und Partner mit Ihnen zusammen eine Strategie, mit der Sie garantiert die höchstmögliche Förderung von den Pflegekassen und der KfW erhalten. Sie bekommen von uns einen persönlichen Ansprechpartner zur Seite gestellt, der Ihnen alle Fragen beantworten und mit Ihnen zusammen alle Schritte herausarbeiten kann. Somit wissen Sie immer, was Sie als nächstes tun müssen und treten nicht in die gleiche Falle, die schon vielen anderen Antragsstellern die Förderung gekostet hat.

Um Informationen über unsere Dienstleistungen zu erhalten, können Sie uns telefonisch während unserer Bürozeiten erreichen. Sie können uns auch eine Anfrage über unser Kontaktformular zusenden. Einer unserer Mitarbeiter wird sich dann so schnell wie möglich mit Ihnen in Verbindung setzen. Das erste telefonische Beratungsgespräch mit uns ist kostenfrei. Kontaktieren Sie uns gerne und schildern uns Ihr Anliegen!

Unser Team informiert Sie gerne kostenlos und unverbindlich darüber, wie Sie Ihre Wohnung behindertengerecht umbauen können