Nachteilsausgleiche bei Behinderung

Nachteilsausgleiche sind verschiedene Arten von Hilfen, welche die Inklusion von Menschen mit Schwerbehinderung ermöglichen sollen. Sie erleichtern die Teilnahme am öffentlichen Leben durch finanzielle Leistungen, Ermäßigungen und anderen Hilfestellungen. Die Nachteilsausgleiche richten sich konkret nach dem vorliegenden Grad der Behinderung (GdB) und den verschiedenen Merkzeichen.

Warum sind Nachteilsausgleiche notwendig?

Menschen, die durch körperliche oder psychische Einschränkungen als schwerbehindert – und hier in der Regel auch als pflegebedürftig – eingestuft werden, haben es im Alltag nicht besonders leicht. Aufgaben, die ein gesunder Mensch ohne Probleme selbstständig ausführen kann, wie zum Beispiel der Gang zur Toilette, Körperhygiene oder die Aufnahme von Nahrung und Flüssigkeiten, können nicht ohne fremde Hilfe durchgeführt werden. Selbst wenn Schwerbehinderte im speziellen und Pflegebedürftige im Allgemeinen auf die Hilfe von anderen angewiesen sind, bedeutet dies jedoch nicht, dass sich ihr Leben nun ganz und gar zuhause abspielen muss.

Auch Menschen mit körperlichen, geistigen, oder Sinnesbehinderungen haben ein Recht auf ein erfülltes Leben, weshalb Inklusion durch Nachteilsausgleiche und andere Maßnahmen von großer Wichtigkeit sind. Während die Stigmatisierung von Schwerbehinderten in der Bevölkerung immer noch spürbar ist, wurde in den letzten Jahren sehr viel dafür getan, um die Gleichstellung voranzutreiben.

Es gibt zahlreiche Formen von Nachteilsausgleichen, eine detaillierte Auflistung würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Wir konzentrieren uns deshalb den nächsten Abschnitten primär auf das Thema Pflege, denn dort kennen wir uns am besten aus!

Unabhängige Pflegeberatung erhalten

Pflegebedürftigkeit ist mit sehr vielen Nachteilen verbunden, das ist für Sie wahrscheinlich so offensichtlich, wie für uns. Jedoch ist es unter anderem vom Grad der körperlichen oder psychischen Einschränkungen abhängig, wie diese Nachteile aussehen und welche Auswirkungen sie auf das Leben des Pflegebedürftigen haben. Auch dies ist eigentlich nicht neu, vielen Menschen in der Bevölkerung ist jedoch nicht bewusst, dass es sich hierbei um ein Spektrum handelt. Somit hängt es nicht nur vom Pflegegrad ab, welche Nachteile einer Einzelperson durch diese Einschränkungen entstehen, sondern auch vom sozialen und räumlichen Umfeld, der Infrastruktur, dem Alter des Betroffenen und vielen anderen Faktoren.

Nicht nur ältere Menschen sind pflegebedürftig

Was leider sehr häufig übersehen wird, ist, dass Pflegebedürftigkeit oft mit hohem Alter in Verbindung gebracht wird. Das ist nicht verwunderlich, denn wenn man sich nur das Alter eines Menschen als im Zusammenhang mit Pflegebedürftigkeit anschaut, kann man sehen, dass ältere Menschen deutlich häufiger pflegebedürftig sind, als jüngere. Das liegt daran, dass im Alter unter anderem die Sinneszellen nicht mehr so gut funktionieren, die Muskeln schwächer werden und auch der Abbau von Knochen dazu führt, dass Unfälle nicht nur häufiger passieren, sondern auch ernsthaftere Folgen haben. Auch das Risiko an neurodegenerativen Krankheiten wie Parkinson oder Demenz zu erkranken, bei denen das Absterben von Nervenzellen in Muskeln und im Gehirn zu den Hauptsymptomen zählt, ist bei älteren Menschen deutlich höher.

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Pflegegrad und Pflegeleistungen

Es gibt insgesamt fünf Pflegegrade. Diese richten sich jeweils nach dem Grad der körperlichen und/oder psychischen Einschränkungen des Pflegebedürftigen. Je höher der Pflegegrad, desto weniger können Pflegebedürftige ihren Alltag selbstständig und ohne Unterstützung nachgehen. Um einen Pflegegrad zu beantragen reicht es oft aus, einen formlosen Antrag auf Pflegeleistungen an die Ihrer Krankenkasse zugehörigen Pflegekasse zu senden. Sobald dieser bearbeitet worden ist, wird ein Termin mit einem Pflegegutachter beim Pflegebedürftigen zuhause vereinbart. Dieser hat die Aufgabe, anhand bestimmter Kriterien eine Einschätzung über den Gesundheitszustand des Pflegebedürftigen sowie dessen Haushalt und Wohnumgebung abzugeben. Auf Grundlage diese Pflegegutachtens entscheidet der zuständige Sacharbeiter dann ob ein Pflegegrad erteilt wird beziehungsweise in welchen Pflegegrad der Pflegebedürftige eingestuft wird.

Hier wird mit einem Punktesystem, dem sogenannten „Neuen Begutachtungsassessment“ (NBA) gearbeitet. Die Richtlinien, nach denen sich die Sacharbeiter bei der Punktevergabe richten sollen, bieten viel Flexibilität und Interpretationsspielraum. Dass dieses System durchaus nicht optimal ist zeigt sich dadurch, dass in manchen Fällen nur ein einziger Punkt darüber entscheidet, ob die Einstufung (wenn überhaupt) in den höheren oder niedrigeren Pflegegrad erfolgt. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig sich darüber zu informieren, was beim Termin mit dem Gutachter zu beachten ist.

Erfolgreich einen Pflegegrad beantragen

Dr. Weigl und Partner – unser Erfolgsrezept ist Expertise und Erfahrung

Unsere Mitarbeiter von Dr. Weigl und Partner sind die Experten, wenn es um Nachteilsausgleiche in Form von Pflegeleistungen geht. Wir können Sie nicht nur ausführlich beraten, sondern Sie auch aktiv bei der Beantragung des Pflegegrades unterstützen. Selbst wenn ein formloser Antrag erst einmal ausreicht, um den Ball ins Rollen zu bringen, sollten Sie genau wissen, welche Informationen die Pflegekassen von Ihnen benötigen. Zudem können wir Ihnen dabei helfen, sämtliche Unterlagen für ein zufriedenstellendes Ergebnis zu sichten. Je vollständiger Ihre Unterlagen sind, desto besser können der Gutachter und Sachbearbeiter einschätzen, wie viel Unterstützung der Pflegebedürftige im Alltag benötigt.

Zusätzlich zu jeglicher Unterstützung bei bürokratischen Dingen, können unsere erfahrenen Mitarbeiter Sie ausgiebig auf den Termin mit dem Gutachter vorbereiten. Falls Sie sich fragen sollten, warum dies notwendig ist: die Gutachter handeln im Interesse der Pflegekassen, was häufiger als man denkt dazu führt, dass ein Antrag auf Pflegegrad abgelehnt wird oder die Einstufung zu niedrig ausfällt. Mit der Unterstützung unserer erfahrenen Experten können Sie davon ausgehen, dass Sie am Ende die Pflegeleistungen erhalten, die Sie benötigen.

Eine Übersicht der Pflegeleistungen

Diese zusätzlichen Nachteilsausgleiche können Sie von der Pflegekasse erhalten

Wenn die Entscheidung über den Antrag auf Pflegegrad positiv ausgefallen ist, haben Sie die Möglichkeit, zusätzliche finanzielle Leistungen bei der Pflegekasse zu beantragen. Diese Leistungen sind in den meisten Fällen zweckgebunden, was häufig dazu führt, dass die jeweiligen Beträge nicht auf Ihr Konto überwiesen werden, sondern direkt an Agenturen oder Dienstleister, die zum Beispiel für die Vermittlung von Pflegekräften zuständig sind (siehe auch Entlastungsleistungen).

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Abgelehnter Antrag oder zu niedrige Einstufung – wie geht es weiter?

Haben Sie bereits einen Antrag auf Pflegegrad eingereicht und waren nicht erfolgreich? Nicht selten kommt es vor, dass die Einstufung in einen Pflegegrad zu niedrig ausfällt oder ein Antrag ganz abgelehnt wird. Häufig liegt das an fehlenden Informationen oder Unterlagen. Auch wenn Sie Widerspruch gegen die Entscheidung der Pflegekasse einlegen können, ist das nicht selten mit einem langwierigen Gerichtsverfahren verbunden.

Dies ist nicht nur äußerst energieaufwendig, sondern kann auch ganz schön ins Geld gehen. Kosten für Anwalt und Gericht sind sehr hoch und die Erfolgschancen oftmals sehr gering. Das liegt unter anderem daran, dass es nur sehr wenige Anwälte gibt, die sich auf das Thema Pflege spezialisiert haben. Somit werden oft Anwälte hinzugezogen, die sich mit der Materie nicht auskennen und sich in einem sehr kurzen Zeitraum in die Thematik einarbeiten müssen. Diese Zeit wird Ihnen dann natürlich auch in Rechnung gestellt. Mit anderen Worten: die Erfolgschancen sind sehr gering, jedoch haben wir auch hier die Möglichkeit, Sie zu unterstützen.

Wenn Sie mehr zum Thema Nachteilsausgleiche und Pflegeleistungen erfahren möchten, können Sie mit uns über unser Kontaktformular oder telefonisch ein erstes Beratungsgespräch vereinbaren. Dieses ist unverbindlich und kostenfrei!

Unser Team berät Sie gerne kostenlos und unverbindlich zum Thema Nachteilsausgleiche oder auch bei allen Themen der Pflege