Badumbau bei Behinderung – Welchen Zuschuss können Sie erhalten?

Im Falle einer Behinderung ist oftmals eine Anpassung der Wohnsituation notwendig. Je nach Grad und Ausprägung der Behinderung fallen bestimmte Bewegungen sehr schwer oder werden gar unmöglich. Für beeinträchtigte Menschen ist es dabei umso wichtiger, weiterhin ihre eigenen vier Wände vollumfänglich nutzen zu können – und das so weit wie möglich ohne auf die Hilfe durch Dritte angewiesen zu sein.

Bauliche Maßnahmen können bei Behinderung so eine besondere Entlastung darstellen, da Gefahrenquellen und Hürden reduziert werden und ein selbstbestimmtes Leben wieder möglich wird. Einem behindertengerechten Badumbau kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Das Bad ist ein besonders sensibler Ort, der täglich zur Hygiene und Körperpflege genutzt werden muss und eine hohe Privatsphäre erfordert. Um das Bad an die individuelle Situation der eingeschränkten Person anzupassen und bestmöglich nutzbar zu machen, ist ein Badumbau daher oft unumgänglich.

Neben der physischen und psychischen Belastung, die das Leben mit einer Behinderung und Maßnahmen wie ein Badumbau mit sich bringen, treten häufig auch noch finanzielle Sorgen auf. Ein Badumbau, je nachdem wie umfassend er sein soll, kann schnell mehrere Tausend Euro kosten. Hier ist es wichtig, die Möglichkeiten zu prüfen, einen Zuschuss erhalten zu können, sodass die finanzielle Last abgefedert werden kann. Bevor die Möglichkeiten für einen Zuschuss für den Badumbau bei Behinderung erörtert werden, sollen zunächst kompakt die Teilaspekte eines Badumbaus beschrieben werden. Wie stellt sich ein Badumbau bei Behinderung genau da?

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Badumbau bei Behinderung – Was kann gemacht werden?

Wie ein Badumbau genau ablaufen soll und wie das angepasste Badezimmer dann ausgestattet sein soll, damit die Person mit Behinderung optimal unterstützt wird, ist selbstredend individuell verschieden. Da der Badumbau helfen und eine Entlastung im Alltagsleben darstellen soll, muss genau geprüft werden, welche Tätigkeiten und Bewegungen der Person mit Behinderung schwerfallen oder ihr unmöglich sind. Darüber hinaus müssen auch die baulichen Möglichkeiten
innerhalb der Wohnung bzw. des Badezimmers geprüft werden. Als letzter Punkt können auch über reine funktionale Aspekte hinausgehende ästhetische Aspekte und Wünsche der betroffenen Person miteinbezogen werden.

Es empfiehlt sich bereits bei der Planung bzw. dem Vorhaben, einen Badumbau durchzuführen, umfassende Beratung in Anspruch zu nehmen. Dann sind Sie auf der sicheren Seite und wissen, was baulich möglich ist und was unbedingt vonnöten ist, um den Alltag der Person mit Behinderung zu erleichtern. Auf einen Badumbau spezialisierte Handwerksbetriebe haben einen großen Erfahrungsschatz und beraten ebenfalls. Mittels eines Kostenvoranschlags können Sie dann dabei auch die möglichen Kosten abschätzen und prüfen, inwieweit Sie einen Zuschuss benötigen.

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Innerhalb des Bades gibt es einige zentrale Aspekte, die bei einem Badumbau angegangen werden können. Dies betrifft zum einen die räumliche Ausstattung des Badezimmers als Ganzes, sowie auf der anderen Seite die Beschaffenheit der einzelnen Elemente wie Waschbecken, Toilette oder Dusche bzw. Badewanne. Hier gilt wiederum, dass je nach Grad der Behinderung und Art der Einschränkung eine Lösung geeigneter sein kann als eine andere.

In allen Fällen besteht die erste Hürde für Personen mit Behinderung zunächst im Zugang zum Bad. Schwer zu öffnende Türen sind ein unnötiges Hindernis. Schwellen sind potenzielle Unfallgefahren und im gesamten Bad zu beseitigen. Speziell für auf einen Rollstuhl angewiesene Personen empfiehlt sich u. a. der Einbau einer automatischen Türöffnung mit Schalter. Auf diese Weise wird für das Betreten des Bades keinerlei Kraftaufwendung benötigt.

Innerhalb des Bades sollte der Badumbau nach Möglichkeit für ein größtmögliches Platzangebot sorgen. Hier gilt: Je größer ein Bad und umso mehr Platz, desto besser. So kann die beeinträchtigte Person sich frei bewegen, unter Umständen mit einem Rollstuhl auch rangieren und ohne Anstoßen die verschiedenen Einrichtungseinheiten nutzen. Ein Waschbecken sollte für Personen, die durch eine Behinderung auf einen Rollstuhl angewiesen sind, so hoch sein, dass es mit dem Rollstuhl unterfahren werden kann.

Bei Dusche und Badewanne ist die hohe Einstiegsstufe bei „normalen“ Ausführungen für beeinträchtigte Personen häufig die größte Herausforderung und oftmals alleine nicht zu bewältigen. Hier kann der Badumbau die Einrichtung einer bodengleichen Dusche oder den Einbau einer Tür in die Badewanne beinhalten, wodurch diese Schwelle wegfällt. Einen Duschsitz einzusetzen lässt die Herausforderung, beim Duschvorgang die ganze Zeit stehen zu müssen, wegfallen. Das Montieren von Halte- und Stützgriffen ist für Personen mit Behinderung besonders wichtig, da sie so im Bad jederzeit einen sicheren Stand haben und auch das Aufstehen und Hinsetzen fällt leichter. Unfällen wird somit ebenfalls effektiv vorgebeugt.

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Möglichkeiten für einen Zuschuss für

Sind einige oder mehrere dieser Maßnahmen beim Badumbau notwendig, können sich die Kosten, wie erwähnt, schnell auf mehrere Tausend Euro belaufen. Neben den baulichen Aspekten sollte daher auch die finanzielle Seite nicht außer Acht gelassen werden. Die Kosten müssen oftmals nicht in voller Höhe alleine gestemmt werden, es gibt Möglichkeiten, Unterstützung und einen Zuschuss zu erhalten. Für die finanziellen Aspekte sollte ebenfalls Beratung genutzt werden, damit auch in diesem Bereich das beste Ergebnis für Sie erzielt wird. Ist die Person mit Behinderung auf Pflege angewiesen, sollten Sie schnellstmöglich einen Pflegegrad beantragen. Nur so können Sie Zuschüsse von der Pflegekasse erhalten. In der Regel werden hier bis zu 4.000 Euro pro Person für „wohnraumverbessernde Maßnahmen“ wie einen Badumbau bezuschusst. Wird der Antrag bewilligt, können nach Abschluss der Baumaßnahmen beispielsweise Handwerkerrechnungen eingereicht werden, die dann bis zur genehmigten Höhe bezuschusst werden.

Erfolgreich einen Pflegegrad beantragen

Auch für Personen mit Behinderung, aber ohne attestierten Pflegegrad, kann ein Zuschuss beantragt werden. Die gängigste Option stellt hier der Investitionszuschuss der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) dar. Neben der Möglichkeit eines Kredits für „altersgerechtes Umbauen“ (KfW-Projektnummer
159) ist besonders für Privatpersonen der erwähnte Zuschuss zur „Barrierereduzierung“ (KfW-Projektnummer 455-B) interessant. Bei diesem Zuschuss sind speziell Mieter und Eigentümer von Immobilien im Fokus. Da es sich um einen Investitionszuschuss handelt, müssen mindestens 2.000 Euro beim Badumbau investiert werden. Für einzelne Maßnahmen können dann bis zu 10% bezuschusst werden, für den Standard „Altersgerechtes Haus“ sogar bis zu 12,5%. Maximal werden 6.250 Euro als Zuschuss für den Badumbau gewährt.

Der Zuschuss für den Badumbau bei Behinderung kann direkt online im „KfW-Zuschussportal“ beantragt werden. Auch können hier nach Abschluss des Badumbaus die Rechnungen eingereicht werden, für die dann bis zu der bewilligten Höhe der Zuschuss gewährt wird. Somit kann im Falle einer Behinderung, selbst wenn kein Pflegegrad vorliegt, eine finanzielle Entlastung für den Badumbau gegeben werden. Gute Beratung hilft Ihnen hierbei, die besten Möglichkeiten auszuloten und auch finanziell die größtmögliche Unterstützung zu erhalten. Kontaktieren Sie uns gerne, um mehr zu erfahren!

Unser Team berät Sie gerne kostenlos und unverbindlich zum Thema Badumbau bei Behinderung oder auch bei allen anderen Themen der Pflege