Die Pflegeschulung durch Pflegeberater nach § 45 SGB XI

Um die häusliche Pflege zu unterstützen, bieten ausgebildete Pflegeberater nach § 45 SGB XI Pflegeschulungen an, in denen pflegende Angehörige in Belangen der Pflege unterrichtet werden. Nicht immer können solche Kurse eine angemessene, individuelle Schulung gewährleisten. Erfahren Sie hier alles zum Thema Pflegeschulung durch einen Pflegeberater nach § 45 SGB XI und welche möglichen Alternativen es gibt.

Die Notwendigkeit nach einem Pflegeberater nach § 45

In den letzten Jahrzehnten ist die Anzahl an Pflegefällen in Deutschland um ein Vielfaches angestiegen. Dies hat dazu geführt, dass es für die Betreuung und Pflege nicht genügend Pflegekräfte gibt. Da der Bedarf an Pflegepersonal nicht gedeckt werden kann und eine gute und bedürfnisgerechte Pflege von Seiten der Pflegekassen nicht mehr gewährleistet ist, mussten diese kreativ werden und Möglichkeiten finden, um den Mangel auszugleichen. Auch wenn eine Beratung durch einen anerkannten Pflegeberater nach § 45 nicht verpflichtend ist, wird dringend empfohlen, eine solche in Anspruch zu nehmen. So können Unsicherheiten aus dem Weg zu geräumt, pflegende Angehörige auf ihre neue Aufgabe vorbereitet und darüber informiert werden, wo und in welcher Form sie Unterstützung erhalten können.

Nur ein sehr geringer Anteil der Angehörigen, die sich dazu entscheiden, die Pflege eines Verwandten oder Freundes zu übernehmen, hat eine Ausbildung oder sonstige Erfahrungen in diesem Bereich. Ein Mangel an notwendigen Informationen und Erfahrungen kann zu erheblichen Fehlern führen. Die dadurch entstehenden seelischen und körperlichen Belastungen bei sowohl dem Pflegebedürftigen, als auch dem Angehörigen, sollten nicht unterschätzt werden.

Vom Krankenpfleger zum Pflegeberater nach § 45 mit Weiterbildungsangeboten der Pflegekassen

Da die Ausbildung zum Pflegeberater einige Jahre in Anspruch nimmt, werden seit einiger Zeit Weiterbildungsangebote für Menschen anzubieten, die bereits eine Ausbildung in einem ähnlichen Bereich absolviert haben. Nach $ 45 des SGB XI können sich Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten, stationären Altenpflegeeinrichtungen oder Pflegestützpunkten zum anerkannten Pflegeberater nach § 45 weiterbilden lassen. Dieses Angebot soll zusätzliche Pflegeberater generieren und auf diese Weise dafür sorgen, dass der Mangel an professionellen Pflegeberatern ausgeglichen wird und sich Angehörige von Pflegebedürftigen ohne lange Wartezeiten ausführlich über das Thema Pflege informieren können.

Durch eine solche Weiterbildung ist ein Pflegeberater nach § 45 dazu qualifiziert, Kurse und Beratungen für pflegende Angehörige durchzuführen. So können Sie zukünftig Kompetenzen vermitteln, die es den Angehörigen ermöglichen, sich eigenständig oder nur mit minimaler Unterstützung durch ambulante Pflegehilfen, um einen Pflegebedürftigen zu kümmern.

Zu den Inhalten der Weiterbildungen zum Pflegeberater nach § 45 zählt zuerst einmal die praktische Pflege. Unter anderem lernen die zukünftigen Pflegeberater hier, wie Sie den Angehörigen verschiedene Handgriffe zeigen, die zum Beispiel beim An- und Auskleiden des Pflegebedürftigen und beim Durchführen der Körperhygiene angewendet werden müssen.

Ein weiterer Bestandteil der Weiterbildungskurse ist die Vermittlung rechtlicher Grundlagen im Rahmen der des Sozialversicherungs- und Pflegegesetzes. Um Angehörige und Pflegebedürftige ausführlich und kompetent beraten zu können, müssen Pflegeberater nach § 45 über detailliertes Wissen im Bereich Pflegerecht verfügen. So können sie Angehörige ausführlich darüber aufklären, welche Pflegeleistungen bei den Pflegekassen beantragt werden können, oder wie ein Pflegegrad Antrag gestellt werden kann. Gerade hier ist es wichtig, dass die Angehörigen über alle Schritte detailliert informiert werden, damit gewährleistet werden kann, dass sie die Leistungen erhalten, die ihnen rechtlich zustehen.

Hier unabhängige Pflegeberatung erhalten

Warum Beratung und Schulungen für Pflegende Angehörige relevant sind

Die Nachfrage nach Kursen und Beratungen für pflegende Angehörige ist in den letzten Jahrzehnten drastisch angestiegen. Dies liegt unter anderem daran, dass die Zahl der Pflegebedürftigen durch den demographischen Wandel und die Änderung des Pflegebegriffs vor ein paar Jahren immer höher wird.

Die Pflegekassen und auch die Angehörigen haben ein Interesse daran, dass der Pflegebedürftige solange wie möglich in seiner gewohnten häuslichen Umgebung bleiben kann. Hier kann dieser, soweit wie dies möglich ist, einige alltägliche Aufgaben selbst übernehmen und auch seine sozialen Kontakte aufrechterhalten. Für die mentale Gesundheit und somit auch die Lebensqualität des Pflegebedürftigen ist diese soziale Komponente außerordentlich wichtig. Die Pflege in der häuslichen Umgebung übernehmen in der Regel die Angehörigen des Pflegebedürftigen. Diese Art der Pflege ist in der Regel günstiger, als ambulante Pflegekräfte einzusetzen oder den Pflegebedürftigen in einer vollstationären Pflegeeinrichtung unterzubringen. Letzteres wird in den meisten Fällen nur empfohlen, wenn Angehörige nicht die Möglichkeit haben, den Pflegebedürftigen rund um die Uhr zu betreuen oder die Betreuung zu intensiv und umfangreich ist. Dies ist häufig bei neurodegenerativen Krankheiten wie Demenz mit fortschreitendem Krankheitsstadium der Fall.

Nur in den seltensten Fällen haben die pflegenden Angehörigen Erfahrungen im Bereich der Pflege gesammelt. Bei fehlender oder unzureichender Beratung kann dies zu schwerwiegenden Konsequenzen für den Pflegebedürftigen und den Angehörigen führen. Dieses Risiko kann durch intensive und ausführliche Schulungen, in denen Angehörige auf ihre Aufgabe vorbereitet werden, vermindert oder sogar vermieden werden.

Eine mögliche Alternative stellen unabhängige Pflegeschulungen dar, bei denen ausführlich auf die individuellen Bedürfnisse und Wünsche der Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen eingegangen werden kann. Kontaktieren Sie uns, um sich über entsprechende Angebote zu informieren.

Unabhängige Pflegeschulung für Angehörige

Was lernen Angehörige in den Pflegeschulungen durch einen Pflegeberater nach § 45?

In den Pflegeschulungen werden den Angehörigen die wichtigsten Grundlagen in der Körperhygiene, Mobilisation und dem richtigen Umgang mit verschiedenen Krankheiten vermittelt. Da die Kurse im Regelfall in Kleingruppen stattfinden und die Zeit nicht ausreicht, um auf jeden Fall einzeln einzugehen, sind die Informationen für die Angehörigen grundsätzlich eher allgemein gehalten. Jedoch sind in einigen Fällen detaillierte Informationen, die sich auf bestimmte Krankheitsbilder beziehen, für die Gewährleistung einer bedürfnisorientierten Pflege notwendig.

Insbesondere Krankheiten wie Demenz, die sich von Einzelfall zu Einzelfall sehr unterscheiden, erfordern genaue Kenntnisse im Umgang mit der Krankheit und dem Pflegebedürftigen. Angehörige müssen ausführlich auf den Krankheitsverlauf vorbereitet werden, damit sie sich mental auf Veränderungen einstellen können und wissen, wo sie Unterstützung bekommen.

Der Entlastungsbetrag der Pflegekassen

Einen Angehörigen zuhause zu pflegen, kann eine große physische und psychische Belastung darstellen. Die meisten Pflegenden haben neben der Pflege noch andere berufliche und familiäre Verpflichtungen. Um Überlastungen zu vermeiden und Hilfsangebote in Anspruch nehmen zu können, haben Angehörige Anspruch auf einen Entlastungsbetrag von 125 Euro monatlich. Dieser muss zweckgebunden eingesetzt werden, zum Beispiel für die Tages- und Nachtpflege.

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Unabhängige Pflegeschulungen von Dr. Weigl und Partner als Alternative zu Pflegeschulungen durch einen Pflegeberater nach § 45

Wenn Sie sich dazu entschieden haben, die Pflege Ihres Angehörigen selbst zu übernehmen und zur Vorbereitung eine unabhängige Pflegeschulung besuchen möchten, sind Sie bei uns an der richtigen Stelle. Dr. Weigl und Partner bietet Pflegekurse für Angehörige in ganz Deutschland an. Diese können wir direkt bei Ihnen zuhause durchführen, so dass wir alle notwendigen Handgriffe direkt an der zu pflegenden Person durchführen und Sie bei Bedarf korrigieren und alle Unsicherheiten aus dem Weg räumen können.

Zusätzlich können wir Sie auf Wunsch dazu beraten, wie Sie einen Antrag auf Pflegeleistungen stellen und mit Ihnen eine Strategie entwickeln, mit der Sie Ihre Ansprüche auf finanzielle Unterstützung geltend machen können.

Auch unsere unabhängigen Pflegeschulungen sind von den Pflegekassen anerkannt. Auch hier können Sie die Kosten von den Pflegekassen zurückerstattet bekommen. Unsere Mitarbeiter helfen Ihnen gerne bei den Formalitäten. Informationen über unsere Preise uns Zusatzleistungen können Sie über unser Kontaktformular oder telefonisch anfordern.