Altersgerecht umbauen mithilfe des Investitions­zuschuss 455 der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau)

Wenn Sie Ihr Zuhause altersgerecht umbauen möchten, bieten sich Ihnen verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten und Fördermaßnahmen. Neben den Pflegeleistungen, die bei einem attestierten Pflegegrad von den Pflegekassen gewährt werden, können Sie den sogenannten Investitions­zuschuss 455 der KfW in Anspruch nehmen.

Viele Pflegebedürftige werden mit der Notwendigkeit konfrontiert, ihre Wohnung auf ihre neuen Lebensumstände anzupassen und größere oder kleinere Umbauten vornehmen zu müssen. Dies soll ermöglichen, dass sie trotz ihrer Einschränkungen in ihrem gewohnten Wohnumfeld verbleiben können. So werden sie nicht von ihren Angehörigen und sozialen Kontakten isoliert. Ferner können so weit wie möglich ihren Alltag alleine bewältigen und ihren gewohnten Aufgaben und Routinen nachgehen. Auf der anderen Seite können diverse Umbaumaßnahmen pflegenden Angehörigen und Pflegekräften die Pflege eines Betroffenen erleichtern. Um eine Wohnung barrierefrei und altersgerecht zu gestalten, muss oft tief in die Tasche gegriffen werden. Je nach Umfang der Umbauten können schnell mehrere Tausend Euro zusammen kommen. Damit Sie diese Last nicht alleine tragen müssen, können Sie bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Fördermittel beantragen, die zur Finanzierung der Umbaumaßnahmen eingesetzt werden können.

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Der Investitionszuschuss 455 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Der Investitionszuschuss 455 der KfW bezieht sich auf den altersgerechten Umbau der unmittelbaren Wohnumgebung von Senioren und Pflegebedürftigen. Dieser Zuschuss kann von Privatpersonen jeden Alters beantragt werden und muss zweckgebunden eingesetzt werden. Das bedeutet, dass die Umbaumaßnahmen und Modernisierungsvorhaben mit dem Ziel durchgeführt werden sollen, Senioren und anderen pflegedürftigen Menschen den barrierefreien Zugang zu Gebäuden und anderen der Wohnumgebung zugehörigen Orten (z.B. Spielplätze, Entsorgungsräume oder Unterstellplätze für Fahrräder, Elektromobile, Rollatoren und Rollstühle) zu erleichtern oder gar erst zu ermöglichen. Dies kann zum Beispiel durch das Installieren von Rampensystemen erreicht werden, die dafür sorgen, dass Niveauunterschiede problemlos überwunden werden können. Auch innerhalb der Wohnung können Veränderungen vorgenommen werden. Wenn Sie selbst nicht Eigentümer einer Wohnung oder eines Hauses sind und zur Miete wohnen, sollten Sie in jedem Fall mit Ihrem Vermieter sprechen, wenn Sie Umbaumaßnahmen vornehmen möchten. Vor Beginn der Umbauarbeiten muss der Vermieter diesen zustimmen. Dies muss schriftlich erfolgen, weshalb auch bei kleineren Veränderungen in jedem Fall eine Modernisierungsvereinbarung abgeschlossen werden muss, damit Sie nicht am Ende höhere Schadensersatzleistungen wegen Sachbeschädigung aufbringen müssen.

Wie hoch sind die Fördermittel der KfW?

Der Begriff „Investitionszuschuss“ beschreibt, dass die finanzielle Förderung an bestimmte Auflagen gebunden ist. Im Fall des Investitionszuschuss 455 richtet sich dieser nach der Summe, die Sie selbst in die Umbauten investieren. Von der KfW können Sie bis zu 10% der in den Umbau investierten Summe erstattet bekommen, jedoch ist dieser Zuschuss bei Einzelmaßnahmen auf 5.000 Euro beschränkt. Wenn Umbauten nach dem KfW-Standard „Altersgerechtes Haus“ durchgeführt werden, können Sie sogar bis zu 6.250 Euro von der KfW erhalten.

Wann werden die Fördermittel der KfW ausgezahlt?

Die Fördermittel der KfW werden erst ausgezahlt, wenn die Umbauarbeiten abgeschlossen sind. Dies soll garantieren, dass die Fördersummen, die Sie erhalten, zweckgebunden eingesetzt werden. Dabei müssen Sie anhand von Rechnungen und Zahlungsnachweisen belegen, dass Sie entsprechende Umbaumaßnahmen vorgenommen haben. Sie müssen also in jedem Fall in Vorkasse gehen. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie alle Zahlungsbelege und Rechnungen gut aufbewahrt sind. Da die KfW keine Zahlungsnachweise akzeptiert, die sich auf Barzahlungen beziehen, sollten Sie unbedingt alle Rechnungen per elektronischer Überweisung begleichen.

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Die meisten Unfälle passieren zu Hause – sorgen Sie noch heute vor und gestalten Ihre Wohnumgebung altersgerecht

Sie haben bestimmt schon häufiger davon gehört, dass die meisten Unfälle zu Hause passieren. Diese Annahme lässt sich auch statistisch belegen. Gerade ältere Menschen sind besonders häufig vertreten, dabei lassen sich viele dieser Unfälle mit ein paar kleineren Veränderungen und Anpassungen vermeiden.

Badezimmer

Das Badezimmer kann als der potenziell gefährlichste Raum der Wohnung bezeichnet werden. Selbst junge, gesunde Menschen finden sich häufig in der Situation, dass Sie auf den rutschigen Oberflächen den Halt verlieren, ausrutschen und sich neben ein paar blauen Flecken häufig auch ernsthafte Verletzungen zuziehen. Badewanne, Dusche und Fliesen können, gerade wenn sie nass sind, sehr gefährlich werden stellen ein hohes Unfallrisiko darstellen. Durch das Anbringen von Haltegriffen und rutschfesten Oberflächen können viele dieser Unfälle, die oft schwerwiegende Folgen haben, vermieden werden. Im Gegensatz zu jungen und gesunden Menschen läuft die Wundheilung von älteren Menschen deutlich langsamer ab. Das führt dazu, dass Bakterien in die offenen Wunden eindringen können und sich unter Umständen Entzündungsherde bilden, die im schlimmsten Fall zu ernsthaften Infektionen führen. Diese kann das schwächelnde Immunsystem in vielen Fällen nicht mehr bewältigen. Gehen Sie kein Risiko ein und machen Sie Ihr Badezimmer zu einem sichereren Ort.

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Küche

Auch in der Küche kann einiges getan werden, um im Alter einfacher zurechtzukommen. Öfen, die sich oft im unteren Abschnitt der Küche befinden, können zum Beispiel auch weiter oben angebracht werden. Mittlerweile bietet viele Küchenunternehmen Küchenlösungen an, die weitaus rückenschonender sind, als traditionelle Küchendesigns.

Schlafzimmer

Das Schlafzimmer ist vielleicht nicht der erste Raum im Haus, an den man denkt, wenn man altersgerechte Umbauten plant. Trotzdem kann auch hier einiges verändert werden. Wenn eine Person einen höheren Pflegegrad hat oder aufgrund des hohen Alters von enstprechend geschulten Angehörigen oder ambulanten Pflegediensten gepflegt werden muss, kann schon das Umstellen des Bettes viel bringen. Wenn dieses von beiden Seiten erreichbar ist, kann den Angehörigen und Pflegekräften die Versorgung des Betroffenen deutlich erleichtert werden. In vielen Fällen bietet sich auch der Erwerb eines sogenannten „Pflegebettes“ bei dem sich die Rückenlehne durch einen Knopfdruck verstellen lässt, an. Dieses erleichtert nicht nur das Verabreichen von Nahrung und Medikamenten. Auch hilft es älteren Menschen generell beim eigenständigen Aufstehen, gerade wenn diese nachts häufig die Toilette aufsuchen.

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Wohnzimmer

Im Wohnzimmer muss häufig nicht sehr viel verändert werden. Gegenstände, die sehr häufig benötigt werden, sollten generell in leicht zu erreichenden Schubladen oder Regalfächer platziert werden. So kann die häufig gefährliche Verwendung eines Stuhls oder einer Leiter zum Erreichen wichtiger Alltagsgegenstände vermieden werden.

Sonstige Maßnahmen eines altersgerechten Umbaus

Einige Maßnahmen, die unabhängig vom Alter oder den Einschränkungen eines Pflegebedürftigen für mehr Barrierefreiheit sorgen, sind die Installation von Rampensystemen und die Installation von Treppenliften. Vermieter sollten zudem Aufzüge regelmäßig modernisieren. Auch diese Umbauten können durch den Investitionszuschuss 455 gefördert werden.

Mehr Informationen zum Investitionszuschuss 455 „Altersgerechter Umbau“ erhalten Sie bei Dr. Weigl und Partner

Das Themenfeld des Investitionszuschuss 455 der KfW ist sehr komplex. Dabei muss für Ihren individuellen Fall nicht jedes Detail von Relevanz sein. Wenn Sie lediglich erfahren möchten, wie SIE diesen Zuschuss erhalten und wie die Beantragung der Fördermittel generell abläuft, können Sie sich für eine professionelle Pflegeberatung gerne an uns wenden. Um Sie mit den richtigen Informationen zu versorgen, machen wir uns ein genaues Bild von Ihrer persönliche Situation kennen. So können unsere Mitarbeiter Sie kompetent und individuell beraten und bei der Antragsstellung unterstützen.

Setzen Sie sich noch heute mit Ihrem Anliegen telefonisch oder über unser Kontaktformular mit unseren Mitarbeitern in Verbindung. Dr. Weigl und Partner garantiert Ihnen eine professionelle Pflegeberatung und sorgt dafür, dass Sie bei der Beantragung des Investitionszuschusses 455 der KfW erfolgreich sind. Unsere Mitarbeiter haben schon zahlreiche Menschen erfolgreich unterstützt. Wir freuen uns darauf, auch Sie bei der Entwicklung einer geeigneten Strategie zu unterstützen.

Unser Team berät Sie gerne kostenlos und unverbindlich zum Thema Investitions­zuschuss 455 der KfW oder auch bei allen anderen Themen der Pflege