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Produkt 1: Pflegegrad Antrag2019-07-10T09:50:56+00:00

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Den höchstmöglichen Pflegegrad erhalten

Überlassen Sie nichts dem Zufall: wir begleiten Sie bei der Begutachtung und verhelfen Ihnen zum höchstmöglichen Pflegegrad

So unterstützen wir Ihren Pflegegrad Antrag

Standard-Paket
99
Telefonische Beratung für Ihre Pflegegrad-Einstufung
Folgendes ist enthalten
Ausführliche telefonische Erstberatung
Leitfaden zum Pflegegrad-Antrag
Antragsformular Pflegegrad
Weitere, wichtige Vorbereitungsmaßnahmen
Hausbesuchs-Paket
299
Vorbereitung auf Ihre Pflegegrad-Einstufung (inkl. Hausbesuch)
Alles vom »Standard-Paket«, sowie …
Anamnese Ihrer Pflegesituation
Vorbereitung auf Ihre MDK-Begutachtung
Hilfe bei der Antragsstellung
Tipps und Tricks für Ihre Pflegegrad-Einstufung
Rundum-Sorglos-Paket 95% Erfolg
249+
*Zzgl. bis zu € 950 bei einem Erfolg
Begleitung bei Ihrer Pflegegrad-Einstufung (inkl. mehrerer Hausbesuche)
Alles vom »Standard-« und »Hausbesuchs-Paket«, sowie …
„Generalprobe“ vor Ihrer MDK-Begutachtung
Persönliche Begleitung bei Ihrer MDK-Begutachtung
Prüfung Ihres Pflegebescheids
Begleitung bei einem möglichen Widerspruch
Abschlussberatung

Folgendes sagen Kunden, die mit uns einen Pflegegrad erfolgreich beantragt haben:

… vielen Dank für Ihre angenehme und erfolgreiche Beratung und Dienstleistung.
Wir haben mit Ihrer Hilfe eine Höherstufung erreicht …

Petra Schmidt

… Sie haben für unsere Tochter mehr erreicht als gedacht! Unsere Tochter hat ADHS. Mit den nun bewilligten Leistungen kehrt ein Stück Normalität in unser Leben zurück …

Familie Walter

…ich persönlich bin mit dem Service sehr zufrieden. Die Zusammenarbeit ist sehr professionell und hat mich positiv beeindruckt …

Frauke K.

Warum Sie sich am besten von Dr. Weigl & Partner helfen lassen sollten

Selbstständig vorgehen

  • Kostenrisiko: 0 € – Unter Umständen versäumen Sie Ihr Anrecht auf Tausende Euro im Jahr
  • Zeitaufwand: Sehr hoch
  • Erfolgschance: Nicht hoch – Vielen fehlt die Übersicht und Ausdauer für den Kampf um Ihren Pflegegrad
  • Stressfaktor: Sehr hoch

Dr. Weigl & Partner beauftragen

  • Kostenrisiko: Gering – Wir lassen uns überwiegend im Falle eines Erfolgs vergüten
  • Zeitaufwand: Gering
  • Erfolgschance: Sehr hoch – Wir sind spezialisiert auf die Themen Pflege und Pflegegrad
  • Stressfaktor: Gering

Sparen Sie Zeit, Geld und Nerven und gehen Sie sicher, dass es nicht zu einer falschen Einstufung für Sie kommt

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Anwalt hinzuziehen

  • Kostenrisiko: > 1.200 € – Sie müssen unabhängig vom Ausgang Ihres Verfahrens zahlen
  • Zeitaufwand: Hoch
  • Erfolgschance: Ungewiss – Sie können sich meistens nicht sicher sein, über wieviel Erfahrung Ihr Anwalt auf diesem speziellen Feld verfügt
  • Stressfaktor: Hoch

Ihr Vorteil bei einem möglichst hohen Pflegegrad: mehr Pflegegeld und mehr Pflegeleistungen!

Einen Pflegegrad ohne Dr. Weigl & Partner beantragen

Sie möchten Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung beziehen? Dann führt Sie Ihr erster Weg zur Pflegekasse, die bei Ihrer Krankenkasse angesiedelt ist. Zunächst müssen Sie einen Pflegegrad (bis 2017 Pflegestufe) beantragen. Wird dieser Pflegegrad-Antrag bewilligt, sind Sie berechtigt, Pflegeleistungen zu beziehen.

Wir wissen um die Probleme, die sich beim Erstantrag auf einen Pflegegrad (vormals Pflegestufe) ergeben können. Sollten Sie noch keinerlei Leistungen beansprucht haben, finden Sie auf unserer Seite wichtige Tipps und Anregungen, damit Ihr Erstantrag auf einen Pflegegrad erfolgreich verläuft.

Hinweis: Vermeiden Sie Verzögerungen beim Pflegegrad-Antrag. Da Ihr Leistungsanspruch mit dem Tag der ersten Kontaktaufnahme zur jeweiligen Pflegekasse beginnt, sollten Sie Ihren Pflegegrad (bis 2017 Pflegestufe) so schnell wie möglich beantragen.

1. Schritt – Pflegegrad beantragen

Formloser Antrag auf Pflegeleistungen

Um einen Pflegegrad (bislang Pflegestufe) zu beantragen, genügt ein einfacher Anruf bei der Pflegekasse – schon haben Sie einen formlosen Antrag gestellt. Teilen Sie telefonisch mit, dass Sie (oder die pflegebedürftige Person, um die Sie sich kümmern und von der Sie bevollmächtigt wurden) Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung beantragen möchten. Das ist der erste und wichtigste Schritt.

Was ist beim Pflegegrad-Antrag in formeller Hinsicht zu beachten?

  • Nicht der Posteingang des ausgefüllten Pflegegrad-Formulars bei der Pflegekasse entscheidet über den Beginn der Leistungen, sondern der Zeitpunkt Ihres Anrufes.
  • Vergewissern Sie sich, dass Ihr telefonischer Antrag auf Pflegeleistungen auch tatsächlich registriert wird (z. B. durch eine Bestätigung per E-Mail). Sonst können Sie im Streitfall nicht beweisen, wann die Antragstellung erfolgt ist. Gerade im Bereich des Monatswechsels ist dies von besonderer Bedeutung.
  • Auf der sicheren Seite hingegen sind Sie mit einem ersten formlosen schriftlichen Pflegegrad-Antrag, den Sie Ihrer Pflegeversicherung zusenden. Am besten wählen Sie den Postversand per Einschreiben mit Rückschein. So haben Sie im Bedarfsfall einen Beweis zur Hand.
  • Eine weitere Alternative beim Pflegegrad-Antrag bietet ein Fax. Bewahren Sie unbedingt die Sendebestätigung auf, auch diese ist ein Beweis für den Zeitpunkt der Antragstellung.
  • Sie sind mit der Pflege einer pflegebedürftigen Person beauftragt? Dann sind Sie als bevollmächtigte Person berechtigt, vertretungsweise den Pflegegrad (früher Pflegestufe) zu beantragen. Es ist somit nicht erforderlich, dass die pflegebedürftige Person dies selbst tut.

Wir von Dr. Weigl & Partner haben für Sie ein Formular erstellt, damit Sie schnell und unkompliziert Ihren Pflegegrad beantragen können:

Das Ausfüllen des Antragsformulars der Pflegeversicherung

Nach dem telefonischen oder schriftlich formlos eingereichten Pflegegrad-Antrag sendet Ihnen die Pflegekasse ein Pflegeantragsformular zu. Alternativ wird man Sie möglicherweise auf einen Download auf der Webseite der Pflegekasse hinweisen. Vielfach handelt es sich um ein neutrales und somit kassenübergreifendes Formular, das keinen Krankenkassenhinweis enthält.

  • Beantworten Sie alle Fragen stets korrekt und möglichst vollständig.
  • Einzelne Punkte, über die Sie (noch) keine Auskunft geben können, lassen Sie offen. Unzutreffende Angaben können zur Ablehnung oder zu falschen Einschätzungen bezüglich des individuellen Pflegebedarfs führen.
  • Senden Sie auch dieses Antragsformular per Einschreiben mit Rückschein oder Fax an die Pflegekasse.

2. Schritt – Termin mit dem MDK-Gutachter vereinbaren

Mit dem Antragseingang wird der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) beauftragt, die Begutachtung der pflegebedürftigen Person vorzunehmen. Der MDK wird mit Ihnen einen Termin vereinbaren, um die Voraussetzungen für die Einstufung in einen Pflegegrad (vormals Pflegestufe) zu prüfen. Sofern Sie privatversichert sind, fällt die Begutachtung in den Zuständigkeitsbereich von Medicproof, dem Medizinischen Dienst der privaten Krankenkassen.

Was sie rund um den MDK-Termin wissen sollten:

  • Die beste Basis zur Einschätzung bietet die Begutachtung in Ihrem gewohnten Umfeld. Der Termin findet daher im aktuellen Wohnumfeld der pflegebedürftigen Person statt, dies kann zum Beispiel die Privatwohnung sein oder auch eine stationäre Einrichtung. Auf diese Weise können alle relevanten Faktoren berücksichtigt werden, die zur Einschätzung des individuellen Pflegegrades führen.
  • Die Begutachtung in einem Krankenhaus ist ebenfalls möglich, sofern im Anschluss die Aufnahme in eine stationäre Pflegeeinrichtung angedacht ist.
  • Der Gutachter sollte sich einige Tage vorher schriftlich bei Ihnen anmelden, damit Sie Zeit haben und gegebenenfalls dafür Sorge tragen können, dass die Sie pflegende Person ebenfalls zugegen ist.

Sollte Ihnen der vorgeschlagene Termin nicht zusagen, treffen Sie eine andere Terminabsprache mit dem MDK. Vielfach wird ein Zeitfenster (z. B. 10–12 Uhr) angegeben. Gern dürfen Sie beim MDK eine genaue Uhrzeit erfragen.

Hinweis: Die Erfahrung hat gezeigt, dass die MDK- oder Medicproof-Gutachter oft früher als zur vereinbarten Zeit erscheinen. Dies ist problematisch, wenn die Person, die Sie pflegt, zu diesem Zeitpunkt noch nicht anwesend ist – denn die Begutachtung würde dann ohne sie stattfinden. Sie dürfen darauf bestehen, dass Sie mit der Begutachtung warten möchten, bis alle vorgesehenen Personen auch tatsächlich eingetroffen sind. Lassen Sie sich nicht überrumpeln.

3. Schritt – Vorbereitung auf den Begutachtungstermin mit dem MDK

Die Bewertung des Pflegegrades basiert auf insgesamt 64 Einzelfragen; die relevanten Punkte sollten Sie im Vorfeld in einem Pflegetagebuch festhalten. Zwar ist das Pflegetagebuch kein Beweis im juristischen Sinne, es belegt aber die Korrektheit der Angaben während des MDK-Termins. Im Falle einer zu niedrig scheinenden Bewilligung oder der Ablehnung eines Pflegegrades ist eine solche Dokumentation ein wichtiger Indikator. Zudem dient das Pflegetagebuch auch als Grundlage für einen möglichen Pflegegrad-Widerspruch.

Was sollten Sie beim Pflegetagebuch beachten?

  • Ihr Pflegetagebuch sollte die Fragen (oder Items) des „Neuen Begutachtungsassessments“ (NBA) berücksichtigen.
  • Das Pflegetagebuch sollte Erläuterungen enthalten, damit Sie alle Fragen richtig und vollständig beantworten können. Mehrfacheinträge sollten hierbei möglich sein.
  • Gehen Sie beim Eintragen sorgfältig vor. Alle an der Pflege beteiligten Personen sollten das Pflegetagebuch nutzen.
  • Notieren Sie stets die Pflegeperson und das Datum.

Unabhängig davon, ob Sie den Pflegegrad-Antrag mit oder ohne professionelle Unterstützung angehen möchten, sollten Sie beim Führen Ihres Pflegetagebuches gewissenhaft bleiben. Gleich zu Beginn des Begutachtungstermins sollten Sie dem Gutachter eine Kopie aushändigen.

4. Schritt – Die Begutachtung durch den MDK zur Beurteilung des Pflegegrades

Im Zentrum des Antragsprozesses steht die Einschätzung durch den Gutachter des MDK oder Medicproof. Dieser Termin ist die Basis für den Pflegegrad. Vielfach werden Anträge abgelehnt, wenn im Verlauf der Begutachtung Fehler auftreten. Die Betroffenen und ihre Angehörigen sind meist zum ersten Mal in einer solchen Situation und daher nicht mit der Prozedur vertraut. Dabei handelt es sich immer nur um eine Momentaufnahme der aktuellen Pflegesituation.

Mögliche Fehler und Probleme sind z. B.

  • irrtümlich falsch bewertete Fähigkeiten des Pflegebedürftigen,
  • Einschränkungen, die nicht berücksichtigt werden (wie beispielsweise Demenz), sowie
  • Zeitnot des Gutachters und daraus resultierende Fehleinschätzungen.

Für Laien ist die Tätigkeit eines MDK-Gutachters in der Regel schwer nachzuvollziehen. Das Bewertungssystem ist äußerst komplex. Genau dieses Verständnis wird aber gefordert, damit schon im Verlauf des Begutachtungstermins regulierend eingegriffen werden kann:

  • Bei welchen Fragen sollte nachgehakt werden?
  • Welche Punkte wurden nicht ausreichend geklärt?
  • Gibt es Aspekte, die gar nicht angesprochen wurden?

Nur so kann der Gutachter selbst am Ende ein deutliches Bild und eine bedarfsgerechte Einstufung vornehmen. Verständigungsprobleme der Betroffenen sind ein weiterer Stolperstein, der dem Gutachter falsche Eindrücke vermittelt. Mit einem Experten an Ihrer Seite können Sie dieses Problem vermeiden.

Gern helfen wir von Dr. Weigl & Partner Ihnen mit unserer langjährigen Erfahrung dabei, Ihren Pflegegrad (bis 2017 Pflegestufe) zu beantragen, damit Sie zu einer gerechten Einschätzung gelangen.

Die Pflegebedürftigkeit wird anhand von 6 Modulen gemessen

Modul 1: Mobilität

10%

Modul 2: Kognitive Fähigkeiten oder
Modul 3: Verhaltensweisen (höherer Wert fließt ein)

15%

Modul 4: Selbstversorgung

40%

Modul 5: Belastungsbewältigung

20%

Modul 6: Alltagsleben/Kontakte

15%

So läuft die Begutachtung durch den MDK ab

Die Begutachtung durch den MKD basiert auf Details hinsichtlich der Pflegebedürftigkeit. Der Gutachter arbeitet nach einem gesetzlich definierten Kriterienkatalog und prüft, in welchem Umfang die zu pflegende Person in der Lage ist, den Alltag noch selbstständig zu bewältigen. Mit zunehmender Unselbstständigkeit steigt auch der nötige Pflegegrad (früher Pflegestufe).

In seinem Pflegestärkungsgesetz II (PSG II) von 2017 definiert der Gesetzgeber eindeutig, welche Fähigkeiten geprüft werden müssen, um eine individuelle Entscheidung über beantragte Pflegeleistungen treffen zu können. Der sogenannte Kriterienkatalog vom 1. Januar 2017 sieht folgende Bereiche für die MDK-Einschätzung vor:

  • Mobilität,
  • Vorhandensein kognitiver und kommunikativer Fähigkeiten,
  • Verhaltensweisen, psychische Problematiken,
  • mögliche Selbstversorgung,
  • Anforderungen bzw. Belastungen durch Krankheiten bzw. Therapien sowie
  • Gestaltung sozialer Kontakte und des alltäglichen Lebens.

Hier kommen insgesamt 64 Fragen aus den oben genannten Kategorien zusammen. Der MDK-Termin sollte rund zwei Stunden in Anspruch nehmen, denn nur so kann eine fundierte Einschätzung getroffen werden.

Die Erfahrung zeigt, dass die Durchschnittsdauer des Termins weit unter den veranschlagten zwei Stunden liegt. Mitunter wird die Begutachtung sogar in unter einer Stunde vorgenommen. Der Grund liegt in der großen Zahl der zu begutachtenden Pflegebedürftigen und dem sich daraus ergebenden Zeitdruck. Eine oberflächlich durchgeführte Begutachtung kann sich jedoch negativ auf die korrekte Einschätzung der Pflegebedürftigkeit und auf die Höhe der Leistungen auswirken.

  • Achten Sie darauf, dass der MDK-Gutachter sämtliche Punkte vollständig abarbeitet und auch die Antworten und Ergebnisse korrekt aufnimmt.
  • Bleiben Sie hartnäckig und beharren Sie darauf, dass der Prüfer zum Abschluss seiner Begutachtung Ihnen gegenüber seine Einschätzung darlegt.
  • Eine gute Vorbereitung auf den MDK-Termin durch das Ausfüllen des Pflegetagebuches dient dem Gutachter als Hilfestellung. Auf diese Weise bietet sich ihm die Möglichkeit, die Gegebenheiten im Hinblick auf die Selbstständigkeit der betroffenen Person zügig, effektiv und zielführend zu erfassen.

Ebenso gehört zu einer guten Vorbereitung die Beschaffung relevanter Unterlagen. Dazu zählen:

  • ärztliche Diagnosen und Arztbriefe,
  • schriftliche Anordnungen von pflegerischen und therapeutischen Leistungen,
  • Stellungnahmen und Befunde hinsichtlich der Pflegebedürftigkeit oder
  • Krankenhausberichte.

All diese Dokumente helfen bei der Einschätzung der Pflegesituation. Sie können Ihren Teil dazu beitragen, indem Sie ganz gezielt Diagnosen erfragen, die Ihren Pflegeantrag unterstützen. Der Gutachter ist verpflichtet, ärztliche Diagnosen zu berücksichtigen. Durch dieses Vorgehen erhöhen Sie Ihre Chancen auf einen Pflegegrad (früher Pflegestufe) deutlich.

Die Gesamtpunktzahl aus den Modulen ergibt den Pflegegrad

PG 1Kein PGPG 2PG 3PG 4PG 5Gesamt-punktzahlPflegegrad12,5 – 27< 12,527,5 – 47,547,5 – 7070 – 90> 90

Die Begutachtung des Pflegegrades nach Aktenlage

Es gibt Ausnahmefälle, bei denen die Begutachtung nach Aktenlage erfolgt (früher Pflegestufe nach Aktenlage) und der Termin mit dem MDK entfällt.  Manchmal macht die Eile eine solche Entscheidung erforderlich, z. B. wenn ein stationärer Heimaufenthalt nach der Entlassung aus dem Krankenhaus geplant und organisiert werden muss. Wochen nach dem Einzug in die stationäre Einrichtung erfolgt dann die Überprüfung durch die Pflegeversicherung.

Bisweilen wird im Zuge dieser Überprüfung der Pflegegrad, der nach Aktenlage gewährt wurde, wieder aberkannt. Da der Aufenthalt in einem Pflegeheim nur mit einem erteilten Pflegegrad möglich ist, kann sich die Situation zuspitzen: Die Aberkennung hat den zwangsweisen Auszug aus der Einrichtung zur Folge. Daher sollten betroffene Familien sofort Widerspruch gegen den Aberkennungsbescheid einlegen und gleichzeitig prüfen lassen, ob die Pflegebedürftigkeit nicht doch dem genannten Pflegegrad entspricht.

Es lohnt sich, gegen die Aberkennung vorzugehen und in zahlreichen Fällen kann der bewilligte Pflegegrad auch beibehalten oder eine Höherstufung des Pflegegrades durchgesetzt werden. Als Pflegeexperten stehen wir Ihnen auch hier gern unterstützend zur Seite.

5. Schritt – Pflegegrad-Bescheid prüfen

Nur wenige Tage nach dem Besuch des MDK-Gutachters steht der schriftliche Bescheid der Pflegekasse ins Haus. Daraus wird das Ergebnis der Einschätzung des MDK deutlich. Auch der konkrete  Grad der Pflege (früher Pflegestufe) ist ersichtlich. Kurze Zeit später erfolgt die Auszahlung des genehmigten Betrages.

Ein wichtiger Hinweis: Achten Sie unbedingt darauf, dass die Zahlung rückwirkend, d. h. bis zum Zeitraum der Antragstellung, erfolgt. Ein Beispiel dient der Verdeutlichung:

  • Erste telefonische Kontaktaufnahme: 09.10.2017
  • Tag der schriftlichen Antragstellung: 16.10.2017
  • Datum der MDK-Begutachtung: 30.10.2017
  • Datum des Bescheids: 13.11.2017

Der erste Zahlungseingang dürfte am 30.11.2017 zu erwarten sein, berücksichtigt dann aber auch die Zeit ab dem 9. Oktober (erste telefonische Kontaktaufnahme).

Dies gilt auch für Versicherte, die genötigt waren, bereits vor der Bewilligung eines Pflegegrades einen Pflegedienst zu beanspruchen. Das heißt, Sie erhalten die Leistungen ebenfalls rückwirkend. In diesem Fall rechnet der Pflegedienst die erfolgten Sachleistungen üblicherweise direkt mit der Pflegekasse ab. Gleiches gilt für stationäre Einrichtungen, wie z. B. Pflegeheime. Stets wird rückwirkend ab Antragstellung gezahlt.

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