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Ratgeber 5: Pflegetagebuch Vordruck 20182018-10-08T10:50:10+00:00

Pflegetagebuch Vordruck 2017 – 2018

Ein Pflegetagebuch dient als Dokumentation Ihrer momentanen Pflegesituation. Bei Pflegegradverfahren kann ein gut geführtes Pflegetagebuch Ihren Anspruch auf Pflegeleistungen zusätzlich begründen. Laden Sie gerne unser kostenloses Pflegetagebuch herunter.

Das Pflegetagebuch von Dr. Weigl & Partner hilft Ihnen bei vielen Punkten der Erfassung des Pflegeaufwands. Es unterstützt Sie dabei,

  • den durch Einschränkungen hervorgerufenen Hilfebedarf eines Pflegebedürftigen zu erfassen,
  • die Selbstständigkeit der betreuten Person besser zu erfassen,
  • die Pflegeumstände für den MDK oder andere Pflegedienstleister zu dokumentieren,
  • eine fundierte Grundlage für Ihren Anspruch auf mehr Pflegeleistungen zu bieten.

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Wieso ein Pflegetagebuch führen?

Durch die Pflegereform 2017 (auch Zweites Pflegestärkungsgesetz, kurz PSG II) wurde die Pflegebedürftigkeit grundlegend neu definiert. Nachweise über die konkreten Pflegezeiten sind nun nicht mehr nötig, sodass auch die Pflegetagebücher an Bedeutung verloren haben. Bis 2016 waren eigene Pflegedokumentationen wichtig, um die Pflegezeiten gegenüber dem Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (kurz MDK) oder MEDICPROOF (Medizinischer Dienst der privaten Krankenkassen) zu belegen.

Trotzdem bleibt das Pflegetagebuch eine gute Informationsbasis für alle pflegerelevanten Abläufe. Wieso?

  • Eine Begutachtung durch den MDK ist meist nur eine „Momentaufnahme“ des Zustands des Pflegebedürftigen. Daher kann eine Dokumentation der Pflege und des Aufwands im Voraus hilfreich sein.
  • Mit einem Pflegetagebuch verschaffen Sie nicht nur sich selbst ein Bild über die Umstände, sondern vermitteln auch dem Sachverständigen einen zusätzlichen Eindruck.
  • Im Optimalfall kann das Pflegetagebuch als zusätzliche Grundlage für einen Widerspruch dienen.

Bei der Beantragung eines Pflegegrades haben Sie durch das Pflegetagebuch bereits ein Dokument in der Hand, welches Ärzten oder den Gutachtern zur Orientierung dienen kann. Ein Widerspruch bei bestehendem Pflegegrad kann auf Ihrem Pflegetagebuch basieren, da Sie eine Beschreibung der veränderten Pflegesituation schriftlich dokumentiert haben.

Ein Pflegetagebuch ist allerdings keine Garantie für eine erfolgreiche Beantragung von Pflegeleistungen. Aufzeichnungen durch Angehörige unterliegen in den meisten Fällen der Subjektivität und können zu einer anderen Einschätzung führen, als dies beim MDK der Fall ist.

Das Muster-Pflegetagebuch von Dr. Weigl & Partner umfasst alle pflegerelevanten Bereiche des Neuen Begutachtungs-Assessments (kurz NBA). In sechs Modulen bieten Ihnen 64 Abschnitte die Möglichkeit, alle Aufzeichnungen zum Pflegeaufwand zu vermerken.

Wir erläutern Ihnen die einzelnen Modulabschnitte des Pflegetagebuchs und geben konkrete Hinweise zum Ausfüllen.

Ein Pflegetagebuch dient als Dokumentation Ihrer momentanen Pflegesituation. Sie notieren darin den individuellen Pflegeaufwand, der täglich anfällt. Bei Pflegegradverfahren kann ein gut geführtes Pflegetagebuch Ihren Anspruch auf Pflegeleistungen zusätzlich begründen. Gerne können Sie sich bei Rückfragen an uns wenden oder sich zu Ihren möglichen Pflegegradverfahren beraten lassen. Kontaktieren Sie uns jederzeit unverbindlich.

Pflegetagebuch Vordruck 2017-2018

Hier erhalten Sie unser kostenloses Pflegetagebuch zur Pflegedokumentation in 2018.

Wir respektieren Ihre Privatsphäre und versichern Ihnen, dass Ihre Daten nicht verkauft oder an Drittparteien weitergegeben werden.

Ausfüllen des Pflegetagebuch Vordrucks

Das Pflegetagebuch enthält eine umfangreiche Aufzeichnung der täglich anfallenden Pflege.

  • Allgemeine Hinweise Das Pflegetagebuch sollte von allen Pflegepersonen genutzt werden. Nur so gewährleisten Sie eine genaue Erhebung des Pflegeaufwands und können Entwicklungen nachverfolgen.
  • Pflegeperson und Datum müssen stets eingetragen werden. So können Besonderheiten besser geklärt und in der Begutachtung untersucht werden.
  • Es empfiehlt sich, die Eintragungen immer zu datieren. Hierbei müssen Pflegetage nicht zwingend aufeinanderfolgen.

Nachfolgend geben wir Ihnen konkrete Hinweise zum Ausfüllen und erläutern Ihnen die einzelnen Abschnitte des Pflegetagebuch-Musters von Dr. Weigl & Partner.

Hinweis: Pflegeperson und Datum müssen stets eingetragen werden. So können Besonderheiten besser geklärt und in der Begutachtung untersucht werden.

1. Daten zur pflegebedürftigen Person

  • Nach einer kurzen Einleitung bietet das Datenblatt die Möglichkeit, die wichtigsten gesundheitlichen Einschränkungen der pflegebedürftigen Person einzutragen.
  • Der Gutachter des MDK oder die Pflegeexperten erhalten eine direkte Übersicht der pflegeerschwerenden Faktoren.

Wichtig: Belegen Sie für das Gutachten alle Angaben mit ärztlichen Dokumenten und Diagnosen.

2.1 Modul 1 – Mobilität

  • Das erste Modul umfasst sämtliche Bereiche der Mobilität im häuslichen Rahmen der pflegebedürftigen Person.
  • Unter anderem werden Motorik, Haltung und einfache Handlungen und Bewegungen im Alltag beobachtet und eingeschätzt.
  • Hilfsmittel wie Gehhilfen, Griffstangen und Stützung auf Tische, Armlehnen oder Bettkante müssen als selbstständige Mobilität angesehen werden.
  • Im erstem Modul wird kein Bezug auf psychische Störungen gelegt. So sind z B. ungerichtetes Aufstehen oder Bewegungen im häuslichen Umfeld bei Demenz als selbstständige Handlung anzurechnen.

Bewertet wird jeweils nach vier Kriterien:

  • selbstständig,
  • überwiegend selbstständig,
  • größtenteils unselbstständig und
  • unselbstständig.

2.2 Modul 2 – Kognitive und kommunikative Fähigkeiten

  • In Modul 2 werden die kognitiven Fähigkeiten in den Mittelpunkt gestellt.
  • Erhoben werden das reine Reagieren auf Einflüsse und Verstehen.
  • Ausführungen von erfragten Leistungen werden ausgeklammert.
  • Seh-, Sprach- und Hörstörungen sind mit in die Bewertung einzubeziehen.

Für dieses Modul gelten andere Bewertungskategorien als für das erste Modul:

  • vorhanden,
  • größtenteils vorhanden,
  • in geringem Maße vorhanden und
  • nicht vorhanden.

2.3 Modul 3 – Verhaltensweisen und psychische Problemlagen

  • Ein von Krankheit gezeichneter Alltag kann sich negativ auf den geistigen Zustand der pflegebedürftigen Person auswirken. Das dritte Modul befasst sich mit diesen Problemlagen.
  • Modul 3 soll aufzeigen, in welchem Bereich der Verhaltensweisen und der Psyche Bedarf besteht – vor allem zur Prävention von Selbstschädigung bzw. Förderung positiver Emotionen.
  • Zentral ist die Frage, inwieweit die pflegebedürftige Person ihr Verhalten noch selbst steuern kann und ob besondere personelle Unterstützung vonnöten ist.
  • Spezielle Stressfaktoren, wie Beziehungsprobleme, sind aus der Bewertung auszuklammern.

Wieder verändern sich die Bewertungskriterien:

  • nie oder selten,
  • selten (einmal, zweimal oder dreimal die Woche)
  • häufig (mehrmals wöchentlich) und
  • täglich.

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2.4 Modul 4 – Selbstversorgung

  • Das vierte Modul umfasst die Selbstversorgung der pflegebedürftigen Person.
  • Persönliche Hygiene, Ankleiden, Essen und Trinken sind unter anderem die begutachteten Tätigkeiten.
  • Ob die Einschränkung körperlicher oder geistiger Natur ist, bleibt für die hier untersuchten Bereiche irrelevant.

Bewertet wird nach den Kriterien des ersten Moduls:

  • selbstständig,
  • überwiegend selbstständig,
  • überwiegend unselbstständig und
  • unselbstständig.

2.5 Modul 5 – Krankheits- oder therapiebedingte Anforderungen und Belastungen

  • Im fünften Modul wird der Umgang der pflegebedürftigen Person mit Krankheit und Therapien untersucht.
  • Der Fokus liegt auf der Eigenversorgung mit Therapien, da diese einen großen pflegerischen Aufwand bedeuten können.
  • Nur ärztlich verordnete Maßnahmen dürfen in die Bewertung einfließen.

Die Häufigkeit und Art der Anwendungen ist für die Dokumentation relevant. Daher sind die Eintragsmuster in anderer Form aufgeteilt:

  • Name der Medikation/Art der Therapie oder Maßnahme
  • Findet die Einnahme/Durchführung selbstständig statt?
  • Anzahl an Einnahmen/Behandlungen (pro Tag, pro Woche, pro Monat)

Geben Sie alle relevanten Behandlungen an, da diese den Pflegeaufwand widerspiegeln und eine zusätzliche Belastung im Alltag bedeuten können.

2.6 Modul 6 – Gestaltung des Alltagslebens und soziale Kontakte

  • Das sechste und letzte Modul widmet sich der Alltagsgestaltung und der Pflege sozialer Kontakte der pflegebedürftigen Person.
  • Zentral ist die Frage, ob die Person fähig ist, sich zu beschäftigen und zusammenhängende, sinnvolle Gespräche zu führen.
  • Auch soziale Kompetenzen werden untersucht.

Abschließend wird das erste Bewertungsschema erneut angewandt:

  • selbstständig,
  • überwiegend selbstständig,
  • überwiegend unselbstständig und
  • unselbstständig.

Pflegetagebuch Vordruck – Nächste Schritte

Gerne beraten wir Sie vor dem Ausfüllen des Tagebuches oder stehen Ihnen bei den nächsten Schritten eines Pflegegradantrags, einer Höherstufung oder dem Widerspruchsverfahren zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns jederzeit unverbindlich. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Hinweis: Jeder vierte Pflegegrad in Deutschland ist zu gering. Nutzen Sie Ihre Möglichkeiten der Dokumentation, um angemessene Pflegeleistungen zu erhalten.

Bei der Beantragung eines Pflegegrades haben Sie bereits ein Dokument in der Hand, welches Ärzten oder den Gutachtern zur Orientierung dienen kann. Ein Widerspruch bei bestehendem Pflegegrad kann auf Ihrem Pflegetagebuch basieren, da Sie eine Beschreibung der veränderten Pflegesituation schriftlich dokumentiert haben.

Gerne beraten wir Sie vor dem Ausfüllen des Tagebuches, oder stehen Ihnen bei den nächsten Schritten eines Pflegegradantrags, einer Höherstufung oder dem Widerspruchsverfahren zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns einfach.

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