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Das Pflegegutachten

Das Pflegegutachten ist der ausschlaggebende Faktor bei der Bewilligung eines Pflegegrads. Eine externe Organisation, meistens der Medizinische Dienst der Krankenkassen, erstellt die individuelle Einschätzung nach einem persönlichen Termin.

Unser Team berät Sie gern kostenlos und unverbindlich zum Thema Pflegegutachten und bei allen anderen Fragen zur Pflege.

Wird ein Mensch zum Pflegefall, ist es ein einschneidendes Ereignis – sowohl für den Betroffenen als auch für die gesamte Familie. Abhängig davon, wie hoch der Bedarf an Pflege und Betreuung ist, müssen pflegende Angehörige viel private Zeit investieren, um sich um die Pflegebedürftigen zu kümmern. Ist die tägliche Pflege durch Angehörige nicht möglich, muss entweder eine ambulante Pflege beauftragt oder eine stationäre Einrichtung gesucht werden. Beides kostet Geld, und nicht jeder verfügt über die notwendigen Ersparnisse.

Mit der gesetzlichen Pflegeversicherung hat die Bundesregierung eine Möglichkeit geschaffen, mit der pflegebedürftige Personen finanzielle Unterstützung erhalten – und zwar unabhängig vom Einkommen. Die Pflegeversicherung fällt in Deutschland unter die Versicherungspflicht – sowohl gesetzlich als auch privat Versicherte müssen in die Pflegekasse einzahlen. Dadurch haben die Versicherten einen gesetzlichen Anspruch auf Pflegeleistungen der Pflegeversicherung, falls es zu einer Pflegesituation kommt. Um zu ermitteln, wie hoch die Leistungen im Einzelnen sind, gibt die Pflegeversicherung ein sogenanntes Pflegegutachten in Auftrag, anhand dessen sie den jeweiligen Pflegegrad vergibt.

Das Pflegegutachten

Anfang 2017 wurden die bisherigen drei drei Pflegestufen auf fünf Pflegegrade umgestellt. Auch das Begutachtungsverfahren, das die Pflegeversicherung für die Berechnung der individuellen Leistungen durchführt, wurde modifiziert. Bis Ende 2016 stand der tägliche Zeitaufwand, den die Pflege erfordert, im Fokus der Begutachtung. Nun wird die Frage gestellt, wie selbstständig der pflegebedürftige Versicherungsnehmer den Alltag noch gestalten kann.

Das Gutachten spiegelt sämtliche Lebensbereich wider, in denen der Pflegebedürftige mit alltäglichen Aufgaben, seiner Pflegesituation sowie seinem allgemeinen Gesundheitszustand konfrontiert wird. In jedem dieser Bereiche vergibt der Gutachter Punkte – je weniger Selbstständigkeit in diesem Bereich vorhanden ist, desto höher die Punktzahl. Von diesem Gutachten hängt ob, ob die Pflegeversicherung einen Pflegegrad vergibt. Dafür werden die Punkte, die in den einzelnen Bereichen vergeben worden sind, addiert – die Summe bestimmt, ob ein Pflegegrad attestiert wird und in welchen der fünf Pflegegrade der Pflegebedürftige eingestuft wird.

Ablauf und Kriterien des Pflegegutachtens

Die Pflegeversicherung führt die Begutachtung eines Antragstellers auf einen Pflegegrad nicht selbst durch, sondern beauftragt eine unabhängige Organisation. Für gesetzlich Versicherte ist in der Regel der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) zuständig, für privat Versicherte die Medicproof GmbH.

Sofern der Antragsteller sich nicht im Krankenhaus oder bereits in einer Pflegeeinrichtung befindet, findet die Begutachtung bei dem Pflegebedürftigen zu Hause statt. Neben dem Antragsteller selbst sollte auch ein Angehöriger oder eine Pflegeperson anwesend sein. Auch die Unterstützung von Dr. Weigl & Partner ist möglich, dann ist ein Pflegeexperte aus unserem Team während der Begutachtung an Ihrer Seite.

Insgesamt sechs Kriterien bilden seit Anfang 2017 die Grundlage der Begutachtung:

  • Mobilität,
  • kognitive und kommunikative Fähigkeiten,
  • Verhaltensweisen und psychische Problemlagen,
  • Selbstversorgung und Alltagsverrichtung,
  • selbstständiger Umgang mit krankheits- /therapiebedingten Anforderungen sowie
  • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte.

Im Gegensatz zu dem früheren Begutachtungssystem werden körperliche und kognitive Ursachen für eine Beeinträchtigung der Selbstständigkeit im Rahmen des sogenannten „Neuen Begutachtungsassessments“ (NBA) gleichwertig gewichtet. Dies macht es beispielsweise für Patienten mit einer Demenz leichter, einen Pflegegrad (früher Pflegestufe) zu erhalten.

Wie bereiten Sie sich am besten auf das Pflegegutachten vor?

Da von dem Pflegegutachten der vergebene Pflegegrad abhängt, sollten Sie sich gut und umfassend vorbereiten. Der Besuch des Gutachters stellt nicht mehr als eine Momentaufnahme dar. Da die Zeit für den Termin knapp bemessen ist, erfolgt oft eine falsche Einschätzung in einen zu niedrigen Pflegegrad.

  • Sammeln sie alle ärztlichen Dokumente, die belegen, dass Ihnen oder Ihrem Angehörigen ein Pflegegrad zusteht. Arztbriefe, Diagnosen oder Informationen zu Medikamenten dokumentieren den Gesundheitszustand.
  • Führen Sie zudem ein Pflegetagebuch. Spätestens ab dem Zeitpunkt der Antragstellung sollten Sie detailliert notieren, welche Pflege täglich anfällt.
  • Informieren Sie sich über professionelle Beratung – zum Beispiel von Dr. Weigl & Partner. So erhalten Sie den Pflegegrad, der Ihnen zusteht.

Unsere Pflegeexperten von Dr. Weigl & Partner unterstützen Sie gerne beim Antrag auf Pflegeleistungen, womit Sie ein Pflegegutachten für sich oder Ihren Angehörigen durch den MDK erstellen lassen können, um bei erfolgreicher Einstufung finanzielle Unterstützung bei der alltäglichen Pflege zu erhalten. Wir helfen Ihnen bei den bürokratischen Angelegenheiten und allen weiteren Fragen zur Pflege. Auch für den Fall, dass der erste Antrag abgelehnt wurde und Sie den Widerspruch beim Pflegegrad anstreben oder sich die bisherige Pflegesituation seit der letzten Begutachtung verschlechtert hat und Sie deshalb den Pflegegrad erhöhen wollen, helfen wir Ihnen auch gerne in diesen Prozessen.

Unsere erste telefonische Beratung ist kostenfrei. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

2019-06-26T06:35:24+00:00
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