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Pflegeheim

Die wenigsten Senioren können sich vorstellen, aus der eigenen Wohnung in ein Pflegeheim umzuziehen. Doch eine passende Pflegeeinrichtung bietet auch Vorteile.

Welche Pflegeeinrichtung ist für uns die richtige? – Das Pflegeheim

Niemand altert gerne: Vor allem wenn mit dem Alter Krankheiten und ein Verlust der Selbstständigkeit einhergehen, wirkt die Aussicht in ein Pflegeheim oder eine andere Pflegeeinrichtung ziehen zu müssen, eher bedrohlich. Weil Pflegeeinrichtungen in Deutschland zudem kein besonders positives Image genießen, wünschen sich viele Senioren, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben zu können. Auch ihre Familienangehörigen können sich kaum vorstellen, die Eltern oder Großeltern in ein Pflegeheim „abzuschieben“.

Tatsächlich aber kann es auch Vorteile mit sich bringen, im Alter in eine Pflegeeinrichtung umzuziehen – sowohl für die Senioren selbst als auch für ihre Angehörigen, die sich im Alltag für die Pflege aufreiben müssen und darüber häufig die schönen Momente mit ihren älteren Familienangehörigen verpassen.

Die richtige Pflegeeinrichtung finden

Weit verbreitet: Die Angst vor dem Pflegeheim

Befragt man Senioren zum Thema Pflegeeinrichtung, fällt die Antwort selten positiv aus: Die meisten befürchten, dass es sich dabei um eine „Reise ohne Umkehrmöglichkeit“ handelt, das Pflege- oder Altersheim also die letzte Station vor dem sicheren Tod ist. Auch Angehörige und jüngere Menschen haben ein negatives Bild von Pflegeheimen: Sie befürchten, dass ihre Eltern oder Großeltern in der Pflegeeinrichtung nicht die Betreuung erfahren, die sie von zuhause kennen, oder dort gar vereinsamen.

Warum die richtige Einrichtung wichtig für eine optimale Versorgung ist

Die Sorge, die viele Menschen im Zusammenhang mit dem Thema Pflegeeinrichtung umtreibt, beruht in der Regel darauf, dass sich nur die wenigsten früh genug mit der Versorgung im Alter auseinandersetzen.

Wenn dann aber plötzlich der Moment eintritt, in dem Senioren von jetzt auf gleich nicht mehr zuhause leben können, wird in vielen Fällen nicht lange gesucht, sondern das erstbeste Pflege- oder Altenheim ausgewählt. Die räumliche Nähe zu Familienangehörigen und das gewohnte Umfeld spielen dabei häufig eine wichtige Rolle – auf die optimalen Versorgungsbedingungen aber wird nur selten geachtet. Insbesondere, wenn der Umzug in eine Pflegeeinrichtung aufgrund einer Erkrankung oder aufgrund des Verlustes der Selbstständigkeit notwendig wird, ist die pflegerische Versorgung aber ein wichtiger Punkt, der bei der Auswahl des Pflegeheims beachtet werden sollte.

In welcher Einrichtung eine optimale Versorgung gewährleistet ist, richtet sich stark nach dem Gesundheitszustand des jeweiligen Bewohners. Menschen, die aufgrund ihres Alters nicht mehr alleine leben können oder eine kognitive Beeinträchtigung wie beispielsweise eine Demenzerkrankung haben, benötigen eine andere Form der Versorgung als Menschen, die aufgrund körperlicher Erkrankungen auf Pflege angewiesen sind.

Erfolgreich einen Pflegegrad beantragen

Was ist ein Pflegeheim?

Die Bezeichnung Pflegeheim weist bereits darauf hin, worin die Kernaufgabe einer solchen Pflegeeinrichtung besteht: Seine Bewohner sind in aller Regel pflegebedürftig, fallen also unter den gesetzlich definierten Begriff der Pflegebedürftigkeit. Im Hinblick auf ihre alltägliche Versorgung bedeutet das, dass sie ohne fremde Hilfe nicht in der Lage sind, ihren Alltag zu gestalten – wie die Pflege sich im Einzelnen gestaltet, ist jedoch so individuell wie die Pflegebedürftigen selbst.

Jeder Pflegebedürftige, der einen Pflegegrad besitzt, benötigt Hilfe im Alltag. Diese aber kann unterschiedlichste Formen annehmen und reicht von vergleichsweise wenig aufwändig bis hin zur Rund-um-die-Uhr-Betreuung. Senioren, die an einer leichten Demenz erkrankt, aber körperlich noch fit sind, haben beispielsweise andere Bedürfnisse als Menschen mit einer halbseitigen Lähmung oder anderen Einschränkungen, die sich körperlich äußern und für entsprechende Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit sorgen.

Ein Begriff, der im Zusammenhang mit Pflegeheimen immer wieder auftaucht, ist der der Intensivpflege. Wer dieser Art der Pflege bedarf, ist in den meisten Fällen akut oder gar lebensbedrohlich erkrankt, jedoch kann bei Senioren auch eine „normale“ Grippe dazu führen, dass sie für einige Tage oder Wochen rund um die Uhr betreut werden müssen oder eine spezielle professionelle Betreuung benötigen.

Wie unterscheidet sich ein Pflegeheim von anderen Pflegeeinrichtungen?

Es gibt unterschiedliche Bezeichnungen für Pflegeeinrichtungen, die in der Bevölkerung gerne synonym verwendet werden: Altenheim, Seniorenheim und Pflegeheim beschreiben umgangssprachlich dasselbe – jedes für sich ist eine stationäre Wohneinrichtung, in der Senioren untergebracht werden, die pflegebedürftig sind bzw. Unterstützung im Alltag benötigen.

Um die richtige Versorgung zu erhalten, sollte der Grad der Eigenständigkeit, den Senioren noch an den Tag legen, ausschlaggebend dafür sein, welche Pflegeeinrichtung ausgewählt wird. Kann der oder die Betroffene selbst nicht mehr einschätzen, wie hoch der Pflege- bzw. Betreuungsbedarf ist, obliegt es den familiären Angehörigen, eine Entscheidung zwischen den unterschiedlichen Pflegeeinrichtungen zu treffen.

Das Pflegeheim sollte daher von anderen Pflegeeinrichtungen abgegrenzt werden:

  • Pflegeheim: Ein Pflegeheim ist für Menschen gedacht, die tagtäglich Pflege und Unterstützung benötigen. Geschulte Pflegekräfte helfen den Senioren dabei, am Morgen und Abend die Körperpflege durchzuführen, sich anzukleiden oder unterstützen sie bei der Einnahme von Mahlzeiten.Auch die medizinische Versorgung stellt einen wichtigen Aspekt eines Pflegeheims dar; häufig bedürfen die Bewohner sogar der sogenannten Intensivpflege, die besondere Anforderungen an die pflegerische Versorgung stellt. Um in einem Pflegeheim aufgenommen zu werden, müssen Senioren in der Regel vorweisen, dass sie einen Pflegegrad im Verständnis der Sozialgesetzgebung besitzen.In einem Pflegeheim leben aber nicht immer nur Senioren: Ist die Pflegebedürftigkeit aufgrund eines Unfalls, einer Behinderung oder einer schweren Erkrankung entstanden, können sie auch jüngeren Alters sein.
  • Altenheim: In einem Altenheim leben Senioren in der Regel für den Rest ihres Lebens. Der Umzug hierher wird oftmals notwendig, wenn sie sich ohne Hilfe nicht mehr versorgen können, was beispielsweise die Einkäufe, das Kochen oder das Putzen der Wohnung betrifft. In einem Altenheim werden ihnen diese Aufgaben abgenommen, während sie jedoch häufig noch in der Lage sind, sich selbstständig anzukleiden und die tägliche Körperhygiene durchzuführen.Die Form der Betreuung richtet sich nach dem jeweiligen Grad der Selbstständigkeit und kann auch medizinische Aspekte wie etwa das Stellen von Medikamenten umfassen. In einem Altenheim können daher auch alte Menschen aufgenommen werden, die keine Pflegebedürftigkeit im gesetzlichen Verständnis vorweisen können.
  • Seniorenheim: Der Begriff Seniorenheim wird in der Regel synonym zu dem des Altenheims verwendet. Auch hier werden alte Menschen in speziellen Wohneinrichtungen betreut und gepflegt. Im Vordergrund steht dabei das betreute Wohnen, das im Bereich der Pflege ebenfalls längst in den Wortschatz der Umgangssprache eingegangen ist.Bewohner eines Seniorenheims haben in der Regel nur einen sehr gering ausgeprägten Pflegebedarf. Der Grund, warum sie in eine Pflegeeinrichtung ziehen, ist häufig die Sorge, dass sie vereinsamen könnten, wenn sie weiterhin alleine leben oder dass sie im Notfall keine Hilfe rufen können.
Alle Pflegeleistungen in der Übersicht

Welche Leistungen erbringt ein Pflegeheim?

Ein Pflegeheim ist auf die Betreuung von alten Menschen ausgerichtet, die im Alltag nicht mehr ohne Hilfe zurechtkommen. In diesem Verständnis erbringt ein Pflegeheim häufig mehr oder andere Leistungen als konventionelle Alten- oder Seniorenheime. Da die Bewohner in den meisten Fällen zu unterschiedlichen Tageszeiten auf Unterstützung angewiesen sind, stellt das Pflegeheim jedem seiner Bewohner ein privates Zimmer, in der Regel mit eigenem Badezimmer, zur Verfügung. Wohngemeinschaften, in denen sich die Bewohner selbst versorgen, sind dagegen eher selten.

Im Rahmen der allgemeinen Betreuung bietet ein Pflegeheim sowohl medizinische und pflegefachliche als auch allgemeine Leistungen. Zu den allgemeinen Leistungen gehören die Bereitstellung der Mahlzeiten, Freizeitprogramm sowie die Reinigung des Einzelzimmers oder das Wechseln der Bettwäsche.

Im Bereich Pflege sind die Leistungen eines Pflegeheims gestaffelt. Grundsätzlich können in einem Pflegeheim verschiedene Leistungen abgerufen werden, die sich nach dem Gesundheitszustand des Bewohners richten. So leben manche Bewohner dauerhaft im Pflegeheim, andere dagegen werden hier nur vorübergehend untergebracht, beispielsweise nach einem Krankenhausaufenthalt oder wenn ihre pflegenden Angehörigen verreist sind:

  • Langzeitpflege: Pflegebedürftige, die langfristig auf Unterstützung angewiesen sind und nicht mehr in ihrem eigenen Zuhause leben können, ziehen komplett in ein Pflegeheim um. Der dauerhafte Pflegebedarf kann unterschiedliche Anforderungen an die Einrichtung stellen – von der Unterstützung beim Start in den Tag, z. B. bei der Körperpflege und beim Anziehen, bis zur Rund-um-die-Uhr-Pflege richtet das Pflegeheim die Pflegemaßnahmen individuell auf die Bedürfnisse der Bewohner aus.
  • Kurzzeitpflege: Auch im Rahmen der Kurzzeitpflege können Senioren in einem Pflegeheim untergebracht werden. Bis zu 56 Tage pro Kalenderjahr können Pflegebedürftige im Rahmen der gesetzlichen Pflegeleistungen in einem stationären Pflegeheim verbringen. Ein typischer Fall für die Kurzzeitpflege ist ein vorangegangener Krankenhausaufenthalt, der eine stationäre Pflege erfordert, bevor die Pflegebedürftigen wieder nach Hause können.
  • Verhinderungspflege: Auch wenn Angehörige die Pflege übernommen haben, können Pflegebedürftige für kurze Zeit in einem Pflegeheim wohnen. Das ist z. B. dann der Fall, wenn die Angehörigen im Urlaub sind, selbst erkranken oder eine Auszeit benötigen.
  • Tages- und Nachtpflege: Die teilstationäre Form der Tages- bzw. Nachtpflege ist eine wichtige Ergänzung der ambulanten Pflege, die zuhause stattfindet. Wird ein Pflegebedürftiger beispielsweise tagsüber in einem Pflegeheim untergebracht, können seine pflegenden Angehörigen weiterhin ihrem Beruf nachgehen. Am Abend und in der Nacht aber kann der Pflegebedürftige im gewohnten Umfeld bei der Familie leben.

Die Vorteile eines Pflegeheims – für Senioren und Angehörige

Obwohl sich die meisten Senioren davor scheuen, in ein Pflegeheim umzuziehen, bieten Pflegeeinrichtungen auch Vorteile. Davon profitieren nicht nur die Senioren selbst, sondern auch ihre Angehörigen.

Zu den Vorteilen gehört neben der medizinischen und pflegefachlichen Betreuung auch die Sicherheit, dass rund um die Uhr jemand anwesend ist – und auch im Notfall schnell Hilfe leisten oder den Rettungsdienst rufen kann. Während viele Senioren, die alleine leben, zunehmend vereinsamen, bietet ein Pflegeheim die Möglichkeit, soziale Kontakte zu Gleichgesinnten zu knüpfen und aufrecht zu erhalten. Vom Pflegeheim organisierte Betreuungsangebote und Freizeitaktivitäten unterstützen die Senioren dabei, geistig fit zu bleiben und sich regelmäßig zu bewegen.

Und auch Angehörige haben Vorteile von der Unterbringung in einem Pflegeheim: Weil beispielsweise die Belastung durch die eigene Haushaltsführung entfällt, bei der sie ihren pflegebedürftigen Familienmitgliedern oftmals helfen müssen, können sie ihre Zeit besser nutzen. Bei Besuchen stehen so Unternehmungen und der Familienverbund im Vordergrund.

Die richtige Pflegeeinrichtung finden
2018-07-17T10:58:28+00:00
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