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FAQ III – Pflegegeld2019-03-19T11:11:37+00:00

FAQ III – rund um das Pflegegeld

Das Thema Pflege kann Betroffene und ihre Angehörigen überfordern. Eine Vielzahl an unbekannten Begriffen und ungelösten Fragen begleiten den Pflegeprozess. Wir von Dr. Weigl & Partner haben die häufigsten Fragen und die passenden Antworten zusammengetragen – als FAQs für Sie.

Unser Team berät Sie gern kostenlos und unverbindlich zum Thema Pflegegeld und bei allen anderen Fragen zur Pflege.

1. Wer bekommt Pflegegeld ausbezahlt?

Pflegegeld wird bei häuslicher Pflege als Entlohnung für die Pflegepersonen gewährt. Ausbezahlt wird die Leistung entweder auf das Konto der Pflegebedürftigen oder an eine von ihnen einer bevollmächtigten Person. Voraussetzung für das Pflegegeld ist ein attestierter Pflegegrad (bis 2017 Pflegestufe); ab Pflegegrad 2 können Sie Pflegegeld beantragen.

2. Wem steht das Pflegegeld bei häuslicher Pflege zu?

Bei häuslicher Pflege steht den Pflegepersonen das Pflegegeld als Entschädigung für ihre Arbeit im pflegerischen Alltag zu. Wie die erhaltene Summe eingeteilt wird, entscheidet die pflegebedürftige bzw. bevollmächtigte Person selbst.

3. Wie viel Pflegegeld erhalte ich?

Ab Pflegegrad 2 kann Pflegegeld von der Krankenkasse beantragt werden. Mit einem höheren Pflegegrad steigt auch die Höhe der Leistung:

  • Pflegegrad 2: 316 € monatlich
  • Pflegegrad 3: 545 € monatlich
  • Pflegegrad 4: 728 € monatlich
  • Pflegegrad 5: 901 € monatlich

4. Wie viel Pflegegeld erhalte ich bei Pflegegrad 2?

Bei häuslicher Pflege mit gewährtem Pflegegrad 2 erhalten Sie 316 € Pflegegeld monatlich (s. auch Frage 3).

5. Welche Voraussetzungen müssen für das Pflegegeld erfüllt werden?

Wenn Sie häuslich oder ambulant pflegen, erhält die pflegebedürftige Person ab Pflegegrad 2 monatlich Pflegegeld. Dieses wird meist am Anfang des Monats zusammen mit den restlichen Leistungen überwiesen.

6. Wie viel Pflegegeld bei Pflegestufe 1?

Auch bei den bis 2017 gültigen Pflegestufen konnte Pflegegeld bezogen werden. Bei Pflegestufe 1 wurden monatlich 244 € ausbezahlt. Im Falle einer eingeschränkten Alltagskompetenz stieg der Betrag auf 316 € – diese Summe wird heute ab Pflegegrad 2 gewährt.

7. Wann geht das Pflegegeld auf dem Konto ein?

Je nach Krankenkasse und Kreditinstitut sollte das Pflegegeld in den ersten Tagen des neuen Monats auf dem Konto der pflegebedürftigen oder bevollmächtigten Person sein.

8. Wieviel Pflegegeld erhalte ich bei Demenz?

Wie viel Pflegegeld bei Demenz oder einer anderen spezifischen Krankheit gewährt wird, können wir nicht pauschal beantworten. Das Pflegegeld hängt immer vom jeweiligen Pflegegrad ab. Da Demenz jedoch oft mit einer Pflegebedürftigkeit einhergeht, sollte Pflegegrad 2 (316 € Pflegegeld) in den meisten Fällen erreicht werden.

9. Wo beantrage ich das Pflegegeld?

Den Antrag auf Pflegegeld stellen Sie bei Ihrer Pflegekasse. Beachten Sie hierbei, dass Sie Pflegegeld nur bei häuslicher und ambulanter Pflege mit eingetragenen Pflegepersonen beziehen können. Zudem ist ein attestierter Pflegegrad nötig (mindestens Pflegegrad 2).

10. Wer kann Pflegegeld beantragen?

Pflegegeld kann jeder Versicherungsnehmer beantragen, der mindestens Pflegegrad 2 bezieht und sich häuslich oder ambulant pflegen lässt.

11. Wie wird das Pflegegeld ausgezahlt?

Die monatliche Zahlung des Pflegegeldes erfolgt auf das Konto der pflegebedürftigen oder bevollmächtigten Person. Wie der Betrag unter den Pflegepersonen aufgeteilt wird, wird individuell von den Beteiligten entschieden.

12. Wie viel Pflegegeld erhalte ich für mein Kind?

Auch mit der Pflegereform 2017 (kurz PSG II oder Zweites Pflegestärkungsgesetz) wird im Rahmen der Pflegeleistungen nicht zwischen Kindern und Erwachsenen unterschieden. Ab Pflegegrad 2 können Sie Pflegegeld beziehen.

  • Pflegegrad 2: 316 € monatlich
  • Pflegegrad 3: 545 € monatlich
  • Pflegegrad 4: 728 € monatlich
  • Pflegegrad 5: 901 € monatlich

13. Wann wird das Pflegegeld gekürzt?

Besonders nach Aufenthalten in Pflege- oder Rehabilitationseinrichtungen kann die jeweilige Pflegekasse versuchen, die dort erhaltenen Pflegesachleistungen in das Pflegegeld einzurechnen. In diesem Fall wird Ihr Pflegegeldanspruch gekürzt.
Gegen diese Kürzung können Sie mit einem Widerspruch vorgehen. Gerne stehen wir Ihnen unterstützend zur Seite.

14. Seit wann gibt es das Pflegegeld?

Leistungen aus der Pflegeversicherung können seit 1996 bezogen werden, das Pflegegeld war damals aber noch unter einem anderen Namen bekannt. Mit dem Ersten Pflegestärkungsgesetz 2016 (kurz PSG I) wurde das Pflegegeld durch mehrere Kategorien und Fallregulationen definiert. Maximales Pflegegeld steht pflegebedürftigen Personen seit 2017 zu.

15. Wie lange dauert die Bearbeitungszeit meines Pflegegeld-Antrags?

Sobald Ihr Pflegegrad von der Pflegeversicherung anerkannt wurde, wird das Pflegegeld etwa zwei bis drei Wochen nach der Beantragung ausgezahlt. Beachten Sie, dass die Zahlung rückwirkend ab Antragstellung (des Pflegegrades) erfolgt – machen Sie Ihre Ansprüche unbedingt geltend.

16. Wann muss ich das Pflegegeld zurückzahlen?

Falls Sie einen zu hohen Pflegegeldsatz erhalten haben, sind Sie verpflichtet, die Differenz an die Krankenkasse zurückzuerstatten.
Sollte sich die Pflegesituation ändern (z. B. stationäre Pflege oder Umzug), sind Sie ebenfalls verpflichtet, die Krankenkassen umgehend zu informieren und die erhaltenen Leistungen zurückzuzahlen.

Eine Rückzahlung des Pflegegeldes (und aller Pflegeleistungen) kann von der Pflegeversicherung auch eingefordert werden, wenn diese eine Veruntreuung oder falsche Nutzung der Gelder vermutet.

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