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  • Pflegesachverständiger

Vom Pflegeberater zum Pflegegutachter/Pflegesachverständigen

Unabhängige Pflegesachverständige (Pflegegutachterinnen und Pflegegutachter) werden in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder im öffentlichen Dienst gesucht. Wir informieren über diese Weiterbildung – und bieten Ihnen eine interessante Stelle in unserem Team.

Unser Team berät Sie gern kostenlos und unverbindlich zum Thema Pflegesachverständige oder auch bei allen anderen Fragen der Pflege

Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt in Deutschland; das Gesundheitswesen ist großen Veränderungen ausgesetzt. Deswegen werden stetig Prozesse und Pflegekonzepte angepasst und professionalisiert. Das führt zu zweierlei Entwicklungen: Zum einen entstehen neue Berufsbilder und zum anderen erhöht sich in diesem Bereich der Bedarf an Personal stark. Zudem wurde 2017 in einer groß angelegten Reform der Begriff der Pflegebedürftigkeit neu definiert.

Nun werden nicht mehr ausschließlich körperliche Einschränkungen in den Blick genommen, sondern auch psychische und geistige Erkrankungen können zur Vergabe eines Pflegegrades führen. Die neuen fünf Pflegegrade lösen die bisherigen drei Pflegestufen ab. Zusätzlich wurde das sogenannte „Neue Begutachtungsassessment“ ins Leben gerufen. Vor allem in der Begutachtung der Pflege werden so neue Stellen geschaffen.

Ziel der Begutachtung ist es, jeden Einzelfall individuell auf eine mögliche Pflegebedürftigkeit zu prüfen. Dabei sollen verschiedene Aspekte konkret in den Blick genommen werden. Die Punkte, die für die Begutachtung eine Rolle spielen, sind:

  • Mobilität,
  • kognitive und kommunikative Fähigkeiten,
  • Verhaltensweisen und psychische Problemlagen,
  • Selbstversorgung,
  • Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen sowie
  • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte.

Einer der neuen Jobs, die aufgrund der Veränderungen im Pflegesystem ins Leben gerufen wurden, ist die Tätigkeit der Pflegesachverständigen. Sie werden auch Pflegegutachter genannt und beschäftigen sich mit unterschiedlichen Fragen der Pflegebegutachtung:

  • Muss ein Pflegegrad vergeben werden?
  • Welcher Pflegegrad entspricht dem jeweiligen Pflegebedarf?
  • Wie sieht die Pflegesituation im Krankenhaus oder in einem Pflegeheim aus?
  • Sind alle Einschätzungen korrekt abgelaufen oder müssen erneute Prüftermine ausgemacht werden?

Die Tätigkeit als unabhängiger Pflegesachverständiger oder unabhängige Pflegesachverständige stellt den höchsten Rang im Pflegebereich dar, der Beruf ist enorm wichtig und Pflegesachverständige werden aktuell gesucht. Es handelt sich um eine Weiterbildung oder TÜV-Prüfung auf den Pflegeberaterschein.

Die Weiterbildung ist vor allem für motivierte Kräfte interessant, die bereits über umfassendes Fachwissen und praktische Erfahrungen aus dem Pflegebereich verfügen. Die Dauer der Weiterbildung differiert, je nach Bildungsanbieter und Unterrichtsform, abhängig davon, ob es sich um eine Weiterbildung in Teilzeit oder im Fernunterricht handelt. Die Spanne reicht von sechs Monaten bis zu zwei Jahren.

Welche Voraussetzungen müssen für die Weiterbildung erfüllt werden?

Wer Pflegesachverständiger oder Pflegesachverständige werden möchte, muss in der Regel verschiedene Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie sollten eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung als Pflegefachkraft vorweisen können. Hierunter fallen zum Beispiel Altenpflegerinnen und Altenpfleger, Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und –pfleger.
  • Mehrjährige praktische Erfahrungen sind ebenfalls nötig.
  • Oft wird auch eine abgeschlossene Weiterbildung zur Stationsleitung oder Leitung einer Pflegeeinheit/eines Pflegedienstes gefordert.

Der typische Werdegang läuft folgendermaßen ab: Sie haben eine Berufsausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin/Gesundheits- und Krankenpfleger (umgangssprachlich teilweise immer noch Krankenschwester genannt) oder zum Altenpfleger/zur Altenpflegerin abgeschlossen und verfügen über mindestens zehn Jahre Berufserfahrung. Danach können Sie den Schein nach §37a SGB XI zum Pflegeberater bzw. zur Pflegeberaterin machen.

Hier dürfen Sie Pflegeberatungen und Pflegedienstsuchen durchführen, Sie sind verantwortlich für alle Beratungsthemen, die im Zusammenhang mit der Pflege anfallen. In der Regel wird nebenbei die Weiterbildung zum Pflegedienstleiter/zur Pflegedienstleiterin (PDL) absolviert. Verfügen Sie in diesem Bereich über mindestens drei Jahre Berufserfahrung, folgt die Weiterbildung oder TÜV-Prüfung zum/zur unabhängigen Pflegesachverständigen.

Welche Kompetenzen sollten Sie mitbringen?

Der Job als Pflegesachverständiger oder Pflegesachverständige erfordert nicht nur fachliche Qualifikation, es sind auch die sogenannten Soft Skills, die gewünscht sind. Dazu gehören vor allem:

  • eine selbstständige und eigenverantwortliche Arbeitsweise,
  • Kommunikationsstärke,
  • hohe soziale Kompetenz,
  • Einfühlungsvermögen,
  • die Fähigkeit, Konflikte zu lösen
  • Flexibilität, was die Arbeitszeiten anbelangt, sowie
  • die Bereitschaft zur Mobilität.

Während der Weiterbildung zum/zur Pflegesachverständigen sollen Sie verschiedene Kompetenzen erlernen. Das ist zum einen die Fähigkeit, die Pflegebedürftigkeit oder den Grad der Behinderung korrekt einzuschätzen. Zum anderen sollen Sie in der Lage sein, Strukturen und Ergebnisse der Pflege und Versorgung richtig zu eruieren. Wenn Sie gelernt haben, die Qualität der Pflege zu bewerten, sind Sie auch dazu befähigt, Gutachten und Stellungnahmen für Gerichte oder den MDK zu erstellen. Inhalte der Weiterbildung sind vor allem:

  • das Berufsbild des Sachverständigen (Tätigkeit, Rechte und Pflichten),
  • das System der Rechtsprechung in Deutschland,
  • Grundlagen von Sozialrecht, Zivilrecht und Strafrecht,
  • Gutachtenerstellung,
  • Assessment und Klassifikation in der Begutachtung,
  • Qualitätsmanagement,
  • pflegewissenschaftliche Grundlagen,
  • Formen der Berufsausübung,
  • Methoden zur Erhebung von Daten und Informationen,
  • Gesprächsführung und Präsentationstechniken sowie
  • Pflegephilosophie.

Tätigkeiten eines/einer Pflegesachverständigen

Eine der wichtigsten Aufgaben von unabhängigen Pflegesachverständigen ist es, alle Bereich der Pflege korrekt zu erfassen. Die Frage, ob eine Pflegebedürftigkeit vorliegt und wenn ja, welcher Pflegegrad (bis 2017 Pflegestufe) erteilt werden muss, ist elementar für alle Beteiligten. Für die Betroffenen und ihre Angehörigen geht die Feststellung der Pflegebedürftigkeit und die Vergabe des Pflegegrades mit Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung einher.

Diese Leistungen sollen helfen, den mitunter schwierigen Alltag zu meistern. Und auch für die Kranken- und Pflegeversicherungen ist die Einstufung in den korrekten Pflegegrad wichtig, denn nur so kann sichergestellt werden, dass keine Leistungen abgerechnet werden, die gar nicht zu erbringen sind. Das Case Management von Einzelfällen gehört ebenfalls zu diesem Berufsbild. Das Ziel ist, die Situation individuell zu erfassen und die Betroffenen unterstützend zu begleiten. Auch die Beratung und Hilfe bei Pflegegradverfahren sind Teil des Arbeitsalltags.

Pflegesachverständige schätzen also individuell die Pflegebedürftigkeit der Patientinnen und Patienten ein. Zum Beispiel für den Medizinischen Dienst der Krankenkassen, kurz: MDK, werden basierend auf diesen Informationen Gutachten erstellt, die die Grundlage für die Berechnung des Pflegegrads und der Leistungen bieten. Legen die Betroffenen Widerspruch gegen die Einstufung in einen Pflegegrad ein, sind unabhängige Pflegesachverständige auch hier bei der Wiederholungsbegutachtung für die Gutachten zuständig. Mitunter werden diese Gutachten auch bei juristischen Auseinandersetzungen vor den Sozialgerichten eingesetzt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Prüfung der Qualität verschiedener Pflegeeinrichtungen, zum Beispiel von Pflegeheimen. Werden die Pflegeleistungen korrekt erbracht, ist die medizinische und soziale Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner gegeben? Die Pflegesachverständigen sind dazu befähigt, Einrichtungen und Dienste im Pflegebereich zu zertifizieren.

Aber auch die häusliche Situation der Pflege wird mitunter geprüft, hier agieren die Pflegesachverständigen auch als Ratgeber für die Erkrankten und ihre Familien. Schließlich haben Pflegesachverständige das Recht, Fortbildungen im Pflegebereich zu leisten.

Werden Sie Teil des Teams von Dr. Weigl & Partner

Pflegesachverständige sind gefragt, es gibt viele Stellenangebote für diese Berufsgruppe. Auch wir sind laufend auf der Suche nach Expertinnen und Experten in Sachen Pflege und so auch nach guten Pflegegutachterinnen und Pflegegutachtern.

Ihre Aufgaben bei uns:

  • Sie sind die Interessenvertreterin/Interessenvertreter unserer Kundinnen und Kunden in Sachen Pflege. Ihre Arbeit steht in keiner Abhängigkeit zu den Krankenkassen, dem MDK oder anderen Organisationen.
  • Sie beraten und unterstützen die Pflegebedürftigen oder deren Angehörige am Telefon und vor Ort.
  • Sie ermitteln den Hilfebedarf und unterstützen beim Pflegegrad-Antrag und bei der Begutachtung durch den MDK.
  • Sie haben ein offenes Ohr und ein gutes Gespür für die tatsächlichen Bedürfnisse der Menschen – bei unserer Beratung steht der Mensch im Mittelpunkt

Ihre Vorteile:

  • Wir arbeiten gemeinsam daran, das Leben von Menschen besser zu machen.
  • Wir sind ein junges Team mit flachen Hierarchien, von Beginn Ihrer Tätigkeit übernehmen Sie Verantwortung.
  • Wir wollen gemeinsam besser werden: Wir sind gespannt auf Ihre Ideen, Beiträge und Anregungen.
  • Werden Sie Teil eines wachsenden Unternehmens und gestalten Sie die Zukunft aktiv mit.

Wollen auch Sie Pflegebedürftigen helfen? Verfügen Sie über einschlägige Qualifikationen und Erfahrungen? Sind sie als Pflegesachverständiger/Pflegesachverständige zertifiziert und motiviert, sich regelmäßig weiterzubilden? Wenn Sie sich zudem mit den Werten von Dr. Weigl & Partner identifizieren, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

2019-04-02T10:54:22+00:00
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