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FAQ IV – Pflegeleistungen2019-01-16T12:35:54+00:00

FAQ IV – Alles zu den Pflegeleistungen

Das Thema Pflege kann Angehörige und Betroffene gleichsam überfordern. Eine Vielzahl an unbekannten Begriffen und ungelösten Fragen begleiten den Pflegeprozess. Wir von Dr.Weigl & Partner haben die häufigsten Fragen unserer Kunden und aus dem Internet zusammengetragen.
Aus der Sammlung und Beantwortung dieser Fragen sind unsere FAQs entstanden. Nutzen Sie diese, um sich zu allen Bereichen Ihrer Pflegefragen zu informieren:

Hinweis: Wir beraten Sie gerne zu allen Themen der Pflege. Oder nutzen Sie unseren kostenlosen Pflegegrad Check.

Falls Ihre Frage nicht zu finden ist, oder Sie weitere Beratung wünschen, können Sie uns jederzeit kontaktieren. Unsere Pflegeexperten stehen Ihnen gerne tatkräftig zur Seite.

Was sind Pflegeleistungen?

Pflegeleistung ist der Oberbegriff für alle unterstützenden Geldzahlungen die Ihre Pflegeversicherung Ihnen auszahlen kann. Je nach Art der Pflege und Grad der Pflegebedürftigkeit (Pflegegrad 1, 2, 3, 4, 5) variieren diese in Anzahl und Umfang.

Was kosten Pflegeleistungen?

Durch den Bezug von Pflegeleistungen entstehen keine Kosten für Sie. Alle Leistungen sind zu Unterstützung Ihrer Pflege oder Pflegepersonen gedacht.
In manchen Fällen (stationäre Pflege, Tagespflegeeinrichtungen) werden aber zusätzliche Eigenzahlungen notwendig, um die Versorgung zu sichern.

Welche Pflegeleistungen gibt es?

Insgesamt gibt es neun Pflegeleistungen. Je nach Pflegegrad und Art der Pflege erhalten Sie verschiedene Anzahlen und Umfänge der Leistungen.
Die folgenden Tabellen geben Ihnen einen vereinfachten Überblick:

Pflegegeld 0,- Euro
Pflegehilfsmittel 480,- Euro
Entlastungsleistungen 1.500,- Euro
Pflegesachleistungen 0,- Euro
Kurzzeitpflege 0,- Euro
Verhinderungspflege 0,- Euro
Wohnraumverbessernde
Maßnahmen
4.000,- Euro
Geldwerter Leistungsanspruch 5.980,- Euro
Pflegegeld 3.792,- Euro
Pflegehilfsmittel 480,- Euro
Entlastungsleistungen 1.500,- Euro
Pflegesachleistungen 8.268,- Euro
Kurzzeitpflege 1.612,- Euro
Verhinderungspflege 1.612,- Euro
Wohnraumverbessernde
Maßnahmen
4.000,- Euro
Geldwerter Leistungsanspruch 21.264,- Euro
Pflegegeld 6.540,- Euro
Pflegehilfsmittel 480,- Euro
Entlastungsleistungen 1.500,- Euro
Pflegesachleistungen 15.576,- Euro
Kurzzeitpflege 1.612,- Euro
Verhinderungspflege 1.612,- Euro
Wohnraumverbessernde
Maßnahmen
4.000,- Euro
Geldwerter Leistungsanspruch 31.320,- Euro
Pflegegeld 8.736,- Euro
Pflegehilfsmittel 480,- Euro
Entlastungsleistungen 1.500,- Euro
Pflegesachleistungen 19.344,- Euro
Kurzzeitpflege 1.612,- Euro
Verhinderungspflege 1.612,- Euro
Wohnraumverbessernde
Maßnahmen
4.000,- Euro
Geldwerter Leistungsanspruch 37.284,- Euro
Pflegegeld 10.812,- Euro
Pflegehilfsmittel 480,- Euro
Entlastungsleistungen 1.500,- Euro
Pflegesachleistungen 23.940,- Euro
Kurzzeitpflege 1.612,- Euro
Verhinderungspflege 1.612,- Euro
Wohnraumverbessernde
Maßnahmen
4.000,- Euro
Geldwerter Leistungsanspruch 43.956,- Euro
Tagespflege/Nachtpflege 0,- Euro
Pflegehilfsmittel 480,- Euro
Entlastungsleistungen 1.500,- Euro
Pflegesachleistungen 0,- Euro
Kurzzeitpflege 0,- Euro
Verhinderungspflege 0,- Euro
Wohnraumverbessernde
Maßnahmen (pro Maßnahme)
4.000,- Euro
Geldwerter Leistungsanspruch 5.980,- Euro
Tagespflege/Nachtpflege 8.268,- Euro
Pflegehilfsmittel 480,- Euro
Entlastungsleistungen 1.500,- Euro
Pflegesachleistungen 8.268,- Euro
Kurzzeitpflege 1.612,- Euro
Verhinderungspflege 1.612,- Euro
Wohnraumverbessernde
Maßnahmen (pro Maßnahme)
4.000,- Euro
Geldwerter Leistungsanspruch 25.740,- Euro
Tagespflege/Nachtpflege 15.576,- Euro
Pflegehilfsmittel 480,- Euro
Entlastungsleistungen 1.500,- Euro
Pflegesachleistungen 15.576,- Euro
Kurzzeitpflege 1.612,- Euro
Verhinderungspflege 1.612,- Euro
Wohnraumverbessernde
Maßnahmen (pro Maßnahme)
4.000,- Euro
Geldwerter Leistungsanspruch 40.356,- Euro
Tagespflege/Nachtpflege 19.344,- Euro
Pflegehilfsmittel 480,- Euro
Entlastungsleistungen 1.500,- Euro
Pflegesachleistungen 19.344,- Euro
Kurzzeitpflege 1.612,- Euro
Verhinderungspflege 1.612,- Euro
Wohnraumverbessernde
Maßnahmen (pro Maßnahme)
4.000,- Euro
Geldwerter Leistungsanspruch 47.892,- Euro
Tagespflege/Nachtpflege 23.940,- Euro
Pflegehilfsmittel 480,- Euro
Entlastungsleistungen 1.500,- Euro
Pflegesachleistungen 23.940,- Euro
Kurzzeitpflege 1.612,- Euro
Verhinderungspflege 1.612,- Euro
Wohnraumverbessernde
Maßnahmen (pro Maßnahme)
4.000,- Euro
Geldwerter Leistungsanspruch 57.084,- Euro
vollstationäre Pflege 1.500,- Euro
Pflegehilfsmittel 480,- Euro
Entlastungsleistungen 1.500,- Euro
Pflegsachleistungen 0,- Euro
Kurzzeitpflege 0,- Euro
Verhinderungspflege 0,- Euro
Geldwerter Leistungsanspruch 3.480,- Euro
vollstationäre Pflege 9.240,- Euro
Pflegehilfsmittel 480,- Euro
Entlastungsleistungen 1.500,- Euro
Pflegsachleistungen 8.268,- Euro
Kurzzeitpflege 1.612,- Euro
Verhinderungspflege 1.612,- Euro
Geldwerter Leistungsanspruch 22.712,- Euro
vollstationäre Pflege 15.144,- Euro
Pflegehilfsmittel 480,- Euro
Entlastungsleistungen 1.500,- Euro
Pflegsachleistungen 15.576,- Euro
Kurzzeitpflege 1.612,- Euro
Verhinderungspflege 1.612,- Euro
Geldwerter Leistungsanspruch 35.924,- Euro
vollstationäre Pflege 21.300,- Euro
Pflegehilfsmittel 480,- Euro
Entlastungsleistungen 1.500,- Euro
Pflegsachleistungen 19.344,- Euro
Kurzzeitpflege 1.612,- Euro
Verhinderungspflege 1.612,- Euro
Geldwerter Leistungsanspruch 45.848,- Euro
vollstationäre Pflege 24.060,- Euro
Pflegehilfsmittel 480,- Euro
Entlastungsleistungen 1.500,- Euro
Pflegsachleistungen 23.940,- Euro
Kurzzeitpflege 1.612,- Euro
Verhinderungspflege 1.612,- Euro
Geldwerter Leistungsanspruch 53.204,- Euro

4. Was sind Pflegehilfsmittel zum Verbrauch?

Pflegehilfsmittel dienen dazu, Verbrauchsgüter der Pflege zu finanzieren. Beispiele hierfür sind Handschuhe, Desinfektionsmittel, Bettunterlagen, Hygienetücher und Einwegspritzen.
Alle fünf Pflegegrade erhalten die gleiche Leistung mit 40 € monatlich.

5. Welche Pflegehilfsmittel übernimmt die Pflegekasse?

Diese Frage baut auf der vorangegangenen auf. Krankenkassen listen alle abrechenbaren Produkte in ihren „Hilfsmittelkatalogen“ auf. Nutzen Sie diese, um mit den 40€ die Hilfsmittel zu decken, welche Sie am dringendsten benötigen.
Des Weiteren haben Sie die Möglichkeit, mit sogenannten „Pflegeboxen“ eine angepasste und vergünstigte Versorgung zu sichern.

6. Was gehört zu den Pflegehilfsmitteln?

Mit Ihrer Pflegekasse können Sie Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der Pflege, Pflegehilfsmittel zur Körperpflege/Hygiene, Pflegehilfsmittel zur selbständigeren Lebensführung/Mobilität, Pflegehilfsmittel zur Linderung von Beschwerden und Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel abrechnen.
Eine Auflistung aller Einzelprodukte würde hier den Rahmen sprengen. Nutzen Sie zur Übersicht den „Hilfsmittelkatalog“ Ihrer jeweiligen Krankenkasse.

7. Wer kann Entlastungsleistungen erhalten?

Entlastungsleistungen werden bei jeder Art der Pflege und anerkannter Pflegebedürftigkeit gewährt.
Unabhängig vom Pflegegrad, liegt die monatliche Geldleistung bei 125€.

8. Entlastungsleistungen was ist das?

Entlastungsleistungen gelten zur Entlastung und Selbstbestimmung der pflegebedürftigen Person im Alltag. Sie können diese z.B. für Einkäufe, Veranstaltung oder weitere Leistungen von Pflegediensten aufwenden.

9. Was sind Pflegesachleistungen?

Pflegesachleistungen decken die Kosten für Leistungen von ambulanten Pflegediensten oder anderweitigen pflegerelevanten Pflegedienstleistern.
Sie erhalten die Geldleistung nicht auf Ihr Konto, sondern die Dienstleister verrechnen ihren Lohn direkt mit den Pflegekassen.

10. Was sind Pflegesachleistungen bei Pflegegrad 1?

Bei Pflegegrad 1 erhalten Sie keine Pflegesachleistungen. Diese werden erst ab Pflegegrad 2 zu einer Grundleistung.

11. Was sind Pflegesachleistungen bei Pflegestufe 0?

Pflegestufe 0 enthielt keine Pflegesachleistungen. Bei eingeschränkter Alltagskompetenz waren 231€ monatlich als „Sachleistung“ für ambulante Pflegedienste möglich.

12. Tagespflege was ist das?

Tagespflege dient bei ambulanter Pflege zur Versorgung pflegebedürftiger Personen mit Berufstätigen Angehörigen. Ein ambulanter Pflegedienst oder eine übernimmt die Versorgung am Tag. Abends kehrt die pflegebedürftige Person zurück in die häusliche Pflege.

13. Was kostet Tagespflege für Senioren?

Pauschal lässt sich dies nicht beantworten. Je nach Pflegeeinrichtung oder beanspruchten Diensten können die Kosten variieren. Ab Pflegegrad 2 (bei ambulanter Pflege) stehen Ihnen Zuschüsse der Krankenkassen für Tages- oder Nachtpflege zu.

14. Was kostet Tagespflege für Demenzkranke?

Ebenso wie die vorangegangene Frage, lässt sich diese nicht pauschalisieren. Da Demenz oftmals einen höheren Pflegeaufwand bzw. Aufsichtsbedarf inhäriert, liegen die Kosten für die pflegerische Versorgung durchschnittlich höher. Vor allem, da Demenz häufiger mit Nachtpflege versorgt wird.

15. Wer zahlt Tagespflege?

Die Tagespflege wird durch Ihre Pflegeversicherung mit dem Dienstleister direkt abgerechnet. Falls die Kosten der Versorgung höher als die bewilligten Mittel liegen, müssen Sie einen Eigenanteil entrichten.

16. Nachtpflege was ist das?

Nachtpflege richtet sich pflegebedürftige mit Berufstätigen Angehörigen. Besonders bei Demenz, mit häufiger Nachtaktivität, empfiehlt sich die Versorgung durch die Nachtpflege. Eine ambulante Pflegekraft oder eine Pflegeeinrichtung übernehmen die Versorgung und/oder medizinische Überwachung über Nacht.

17. Was kostet Nachtpflege?

Ähnlich wie bei der Tagespflege, lässt sich dies nicht genau beantworten. Nachtpflege ist meist teurer als Tagespflege, da oftmals mit mehr Aufwand und nachts gepflegt wird. Der Satz für Nachtpflege ist deckungsgleich mit dem für Tagespflege und kann ab Pflegegrad 2 (bei ambulanter Pflege) bezogen werden.

18. Was ist stationäre Pflege?

Stationäre Pflege findet vollständig in einer Pflegeeinrichtung statt. Pflegebedürftige Personen werden rundum versorgt.

19. Was kostet stationäre Pflege?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Je nach Pflegeaufwand und Art der Einrichtung können die Preise für die Versorgung variieren.

20. Stationäre Pflege Pflegegrad 1?

Bei Pflegegrad erhalten Sie von der Pflegekasse 125€ monatlich als Zuschuss für die stationäre Pflege. Dies ist nicht ausreichend um alle Kosten zu decken, sodass Sie zusätzliche Zahlungen selbst tätigen müssen.

21. Stationäre Pflege Pflegestufe 1?

Kosten für stationäre Pflege mussten mit Pflegestufe 1 komplett selbst getragen werden. Lediglich Pflegesachleistungen konnten teilweise eingerechnet werden.

22. Wann ist stationäre Pflege sinnvoll?

Wir enthalten uns bei Dr. Weigl & Partner mit Wertungen. Jedoch empfiehlt sich stationäre Pflege bei pflegeintensiven Erkrankungen oder dem Bedarf ständiger medizinischer Überwachung.

23. Kurzzeitpflege wer zahlt?

Kurzzeitpflege wird Ihnen von der Krankenkasse gewährt. Diese übernimmt ebenfalls die anfallende Zahlung.

24. Kurzzeitpflege was ist das?

Kurzzeitpflege gewährt Ihnen die Versorgung durch eine stationären Pflegeeinrichtung, wenn Rehabilitation oder besondere Überwachung notwendig sein sollten. Sie können für einen Zeitraum von 56 Tagen im Jahr Kurzzeitpflege beziehen. Ab Pflegegrad 2 stehen Ihnen 1.612€ jährlich für diese Leistung zur Verfügung.

25. Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad?

Kurzzeitpflege können Sie nicht ohne einen Pflegegrad beantragen. Jedoch können Sie Dienste einer Pflegeeinrichtung auf eigene Kosten buchen.

26. Kurzzeitpflege wie lange Anspruch im Jahr?

Leistungen der Kurzzeitpflege können Sie im Jahr für 56 Tage beziehen. Diese Tage können am Stück oder in mehreren Einzelblöcken genutzt werden. Beachten Sie aber, dass die Geldleistung nur bis 1.612€ deckt und weitere Leistungen eigens zu tragen sind.

27. Verhinderungspflege was ist das?

Verhinderungspflege gewährt Ihnen die Versorgung durch einen ambulanten Pflegedienst, wenn Angehörige bei häuslicher Pflege verreisen oder erkranken. Sie können für einen Zeitraum von 42 Tagen im Jahr Kurzzeitpflege beziehen. Ab Pflegegrad 2 stehen Ihnen 1.612€ jährlich für diese Leistung zur Verfügung.

28. Verhinderungspflege wie lange?

Verhinderungspflege kann über 42 Tage im Jahr bezogen werden. Hierbei kann der Zeitraum am Stück oder in mehrere Blöcke unterteilt sein.

29. Verhinderungspflege wie viel Geld?

Maximal 1.612€ pro Jahr können ab Pflegegrad 2 für Verhinderungspflege eingefordert werden.

30. Wer kann Verhinderungspflege durchführen?

Ambulante Pflegedienste, Pflegeeinrichtungen und Seniorenwohnheime können Verhinderungspflege übernehmen. Vergleichen Sie Dienstleister und Angebote, bevor Sie eine Wahl treffen.

31. Wie viel Verhinderungspflege bei Pflegestufe 1?

Bereits mit den vorangegangenen Pflegestufen konnten Sie Verhinderungspflege beziehen. Ab Pflegestufe 1 lag die Höhe bei jährlich 1.612€ für eine maximale Dauer von 42 Tagen.

32. Was sind wohnraumverbessernde Maßnahmen?

Wohnraumverbessernde Maßnahmen stehen ab Pflegegrad 1 mit 4.000€ pro Maßnahme zur Verfügung. Diese Mittel können Sie nutzen, um Ihren Wohnraum bzw. Wohnumgebung (Treppenhaus, Eingangsbereich) pflegegerecht anzupassen.
Populärste Beispiele für Wohnverbessernde Maßnahmen sind die Barrierefreie Dusche und der Treppenlift.

33. Wie oft wohnraumverbessernde Maßnahmen?

Die Pflegekassen werden im Voraus begutachten, ob Sie die beantragten Umbauten bedürfen. Solange Ihnen standgegeben wird, können die Mittel für die verbessernden Maßnahmen genutzt werden, bis alles an Ihre Bedürfnisse angepasst ist. Beachten Sie aber, dass eine Einzelmaßnahme nicht 4.000€ übersteigen darf.

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